3 Zeichen dafür, dass du zu viel Obst isst!

Du leidest oft unter einem Blähbauch oder Verdauungsbeschwerden? 

Schuld daran ist die Fruktose im Obst. Viele von uns leiden unter einer Fruchtzucker Unverträglichkeit. Ich auch – wobei sie mir eigentlich kaum noch Probleme beschert. Aber dazu mehr in diesem Beitrag. Uns Fruchtzucker Intoleranzlern fehlt ein Enzym um Fruchtzucker optimal verdauen zu können. So liegt unsere Nahrung unverdaut in unserem Darm herum, die Bakterien machen sich darüber her und dabei kommt es zu Blähungen, Durchfall und sonstigen unangenehmen Beschwerden. Stellt sich aber raus, dass die Wenigsten von uns wirklich viel Fruchtzucker verdauen können. Ja, auch all jene die gar keine Intoleranz haben. Darüber hab ich in diesem Beitrag schon einmal geschrieben. Sprich, bei zu viel Obst bekommt so ziemlich jeder von uns irgendwann Beschwerden. Außerdem ist unser heutiges Obst viel süßer und sogar größer als das ursprüngliche Obst. Unsere Vorfahren würden die heutige Banane oder den uns bekannten Apfel gar nicht mehr erkennen. Der Züchtung sei Dank.

Darf ich vorstellen: die ursprüngliche Wassermelone. Hier abgebildet auf einem Gemälde aus dem 17. Jahrhundert. Und darunter wäre die ursprüngliche Banane zu bestaunen. Mehr Vergleiche und einen spannenden Artikel zum Thema „then and now“ findet man hier.

ursprüngliche wassermelone
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Ein weiterer Grund warum Obst von vielen Menschen nicht so gut vertragen wird und zu Verdauungsbeschwerden führt ist Pektin. Das ist ein bestimmter Ballaststoff und beispielsweise in Äpfeln enthalten. Menschen mit Reizdarmsyndrom müssen hier besonders aufpassen. Außerdem wird oft reifes Obst besser vertragen als unreifes Obst. Heute werden aber vor allem die tropischen Früchte unreif geerntet und können dann bei uns zu Beschwerden führen. Und auch im Bereich Obst können wir uns bei unseren Vorfahren wieder etwas abschauen. Früher wurden heimische Sorten meist eingekocht. Tolle Idee – vorausgesetzt man verzichtet auf die Tonnen an Zucker. Gekochtes Obst ist oft besser verträglich.

Schwierigkeiten beim Abnehmen?

Angenommen man hat seine Ernährung bereits umgestellt und greift zu gesunden Alternativen und auch der Zucker in Süßigkeiten oder Soft Drinks spielt keine Rolle mehr. Dennoch tut sich nichts im Bereich des Fettverlustes. Der Grund könnte hier tatsächlich am Obst liegen. Vor allem wenn wir versuchen den Zucker aus unserem Leben zu streichen, greifen wir verstärkt zu Früchten. Ein Zuviel kann uns aber davon abhalten das gewünschte Gewicht zu erreichen. Die Sache ist die, Obst zählt zu den Kohlenhydraten. Diese sind tolle Energielieferanten für unseren Körper – vorausgesetzt sie sind komplex und wir übertreiben es damit nicht. Konsumieren wir zu viel Kohlenhydrate, steigt unser Blutzuckerspiegel und Insulin greift ein um ihn wieder zu senken. Das tut es indem es den konsumierten Zucker aus der Nahrung in unsere Zellen einlagert. Das ist eine super Sache und wichtig damit wir genügend Energie haben. Konsumieren wir aber zu viel Kohlenhydrate und wird die eingelagerte Energie nicht verbraucht, dann wird der überflüssige Rest in Fett eingelagert. Es schadet also nicht den eigenen Obstkonsum unter die Lupe zu nehmen – vor allem wenn auch Säfte eine Rolle spielen. Die sind nämlich ziemliche Zuckerfallen. Rund 51 Gramm Zucker stecken in 500ml Orangensaft. Und das ist gewaltig viel. Vor allem wenn man bedenkt, dass unser täglicher Zuckerkonsum die 25 Gramm Marke nicht übersteigen sollte.

Ständig Heißhunger auf Süßes? 

Wie gesagt. Der Zucker im Obst sorgt dafür, dass unser Blutzucker ansteigt. Konsumieren wir Obst alleine – ohne weitere Makronährstoffe wie Fette oder Proteine – dann steigt unser Blutzuckerspiegel schnell an und entsprechend schnell fällt er auch wieder ab. Genau deshalb, können wir kurz nach dem Konsum von Obst schon wieder etwas essen. Noch stärker bemerkt man diesen Effekt nach dem Konsum von Fruchtsäften oder auch leeren Kohlenhydraten wie Süßigkeiten oder Weißmehl Produkten. Bei Säften ist der Effekt auf den Blutzuckerspiegel noch viel stärker da dem Obst durch das Entsaften die Ballaststoffe entzogen wurden. Der enthaltene Fruchtzucker sorgt außerdem dafür, dass unser Sättigungshormon ausgeschalten und unser Hungerhormon aktiviert wird. Ergo, wir begeben uns in einen ständigen Kreislauf des Heißhungers. Und erwiesenermaßen greifen wir in diesem Zustand viel eher zu ungesunden Snacks. Ganz abgesehen davon, ist es ein gewaltiger Unterschied ob wir 2 Äpfel als komplettes Stück essen oder den Saft von gut 6 Äpfeln in einem Glas trinken. Ich bin kein Fan von Fruchtsäften. Darüber habe ich hier schon einmal geschrieben. Wenn also Obst dann am besten in Kombination mit etwas Fett oder Protein wie Nussmus, Joghurt oder ganzen Nüssen sowie Zimt. Proteine, Fette und auch Gewürze wie Zimt sorgen dafür, dass der Zucker keinen ganz so rapiden Anstieg unseren Blutzuckerspiegels verursacht.

Versteht mich nicht falsch. Obst ist toll! In seiner ganzen Form. Meine Devise: Gemüse kommt bei mir immer auf den Teller. Obst ab und an und dann achte ich auf heimische und saisonale Sorten und vor allem auf die Menge. Außerdem bevorzuge ich fruchtzuckerarme Obstsorten wie beispielsweise Marillen, Avocado, Beeren, Papaya oder Kiwi.

Bildquelle: Pexels.com

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2 Kommentare

  • Reply
    ruth
    24. Februar 2017 at 10:11

    Stimmt, Menschen mit Fruchtzuckerunverträglichkeit gibt es. Zu viel Fructose treibt ja auch den Blutdruck hoch bzw setzt den Herzmuskel unter Druck. Ergänzen würde ich natürlich noch, dass die Beschwerden auch von anderen Unverträglichkeiten kommen können. Gluten zum Beispiel (http://www.med-press.de/bauchweh-nach-brot-alles-spinner/)…

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