5 Zutaten mit denen sich selbst der natürliche Zucker in Rezepten spitzenmäßig ausgleichen lässt

Was „zuckerfrei“ wirklich bedeutet, habe ich hier schon einmal näher erläutert. Kurz gesagt, auch in einer Dattel oder in Honig und selbst in einer Süßkartoffel steckt Zucker. Die Rezepte hier auf Individualisten verzichten zwar kompletto tutto auf industriell hergestellten Zucker, wenn man es aber ganz genau nimmt … naja, dann steckt wohl auch in so einem Süßkartoffel Brownie ein bisschen Zucker. Ich persönlich sehe das nicht so kritisch. Und ich finde ihr solltet das auch nicht tun. Immerhin ist das ultimative Ziel hier so natürlich wie möglich zu essen und allein damit dürfte man seine Gesundheit und das eigene Wohlbefinden schon um einiges nach oben katapultieren. Die Vorliebe für den süßen Geschmack ist uns außerdem angeboren und Zucker in beschriebener Form und in Maßen, stellt für uns eine wertvolle Energiequelle dar. Hat man erstmal Milka und Co aus dem Ernährungssprachschatz gestrichen, dann schmeckt man auch wie toll eine Süßkartoffel oder Dattel schmecken kann und weiß die Süße darin zu schätzen. Wir finden wieder zurück zu unserem ursprünglichen Geschmackssinn wenn man so will. Den hatten wir immerhin schon mal. Erst seit industriell verarbeitete Ware mit jeder Menge hinzugefügtem Zucker unsere Supermarktregale eingenommen hat, haben wir unseren Sinn für feine Süße auch verloren. Ebenso übrigens haben wir heute vergessen, dass Süßes eigentlich eine Besonderheit und keine Selbstverständlichkeit sein soll. Aber all das kann man wieder zurückgewinnen. Individualisten Rezepte können hier super behilflich sein. Wie? Sie stecken voller Nährstoffe und Ballaststoffe, die für uns so wertvoll sind und die uns durch einen übertriebenen Zuckerkonsum entzogen werden. Außerdem enthalten Individualisten Rezepte nur eine minimale Menge an völlig natürlichen Zuckeralternativen und führen uns so wieder an unseren natürlichen Geschmackssinn ran. Ihr werdet also eher selten 40 Datteln in einem Rezept verarbeiten müssen oder wird ein Gericht nach einer kompletten Flasche Ahornsirup in einem Kuchen verlangen. Sowas macht nun wirklich keinen Sinn. Man kann auch zu viel gesunde Süßungsmittel zu sich nehmen. Da steigt dann nämlich der Blutzucker auch gewaltig an. Und genau das soll ja vermieden werden. Meine Devise: Weniger ist mehr! Heute will ich euch auch noch ein paar meiner Tricks verraten um selbst gesunde Desserts, welche eine geringe Menge natürlicher Süßungsmittel beinhalten, so Blutzucker freundlich wie möglich zu gestalten.

  1. Zimt
  2. Fett
  3. Ballaststoffe

All diese 3 Dinge helfen dabei den Zucker in einem Rezept gekonnt auszugleichen damit besagtes Rezept den Blutzuckerspiegel nicht rapide ansteigen lässt und uns lange und nachhaltige Energie gibt.

Zimt ist in vielen meiner Rezepte enthalten. Nicht nur weil das Gewürz genial schmeckt, sondern weil es uns dabei hilft, das Hormon Insulin, welches schließlich unseren Blutzucker in Schach hält, sensibler zu machen. Fettquellen wie Avocado, Kokosprodukte, Olivenöl, Butter oder Naturjoghurt helfen ebenso in dieser Sache und sorgen dafür, dass der Zucker in einem Rezept von uns langsamer absorbiert wird. Gleiches tun Ballaststoffe wie Saaten und Nüsse. Sie sorgen für eine langsamere Verdauung und somit auch für einen langsamen Übergang des Zuckers in unser Blut.

Grundvoraussetzung hier ist natürlich, ein Rezept zu wählen, dem von vornherein schon relativ wenig Zucker beigefügt wurde.

Vorführobjekt an dieser Stelle ist meine weiße Schokolade. Das Rezept findet sich hier. Diese Schokolade enthält pro 20g circa 0,1 EL Ahornsirup. Normale weiße Schokolade kommt bei 20g auf ganze 13g Zucker. Kein Vergleich, oder?

Die süßen Alternativen hier auf Individualisten sind also in der Tat gesündere Alternativen zu Milka und Co. Man darf also ruhig zugreifen – wenn auch mit Maß und Ziel.

Übrigens, ich verwende als Süßungsmittel besonders gerne Honig. Hier sollte man allerdings darauf achten, dass man ihn nur in Rezepten verarbeitet die nicht erhitzt werden müssen. Honig in guter Qualität sollte roh und kalt geschleudert sein. So kann man seine ganzen gesundheitlichen Vorteile optimal nutzen. Muss etwas gebacken werden, bin ich ein Fan von Ahornsirup. Und Reissirup verwende ich gerne wenn ein Rezept nach etwas Obst verlangt. Um den Fruchtzucker darin auszugleichen, füge ich Reissirup bei. Dieser besteht nur aus Traubenzucker und ein ausgeglichenes Verhältnis der beiden Zuckerarten sorgt für eine bessere Verdauung – vor allem für all jene mit einer Fruchtzucker-Unverträglichkeit.

So, nun gibt es auch noch ein geniales – if I might say so – Rezept, dass ich gerne mit euch teilen möchte. Und es erfüllt auch noch die nötigen Voraussetzungen.

Schoko Dattel Fudge

Zutaten:

Boden:

200 g Nussmix

2 EL Reissirup

4 EL Kokosöl, Zimmertemperatur

Prise Vanillepulver

 

Creme:

10 Datteln

150g heißes Wasser

1 EL Carobepulver oder Maca Pulver (optional)

1 TL Zimt

 

Schokosauce:

2 EL Kokosöl

1,5 EL Rohkakao

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGAN

Die Nüsse in einer Art Pestomixer zu Mehl verarbeiten und mit den restlichen Zutaten für den Boden vermischen. Das Ganze in eine mit Backpapier ausgekleidete Form füllen und im Ofen bei 180° für rund 10 Minuten backen bis es goldbraun ist. Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Währenddessen die Datteln mit dem heißen Wasser übergießen und mit den restlichen Zutaten für die Creme im Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Die Masse über dem ausgekühlten Boden verteilen und im Kühlschrank kaltstellen. Das Kokosöl für die Schokosauce über dem Wasserbad schmelzen und mit Rohkakao vermischen. Die Sauce über dem kaltgestellten Rest verteilen und im Kühlschrank hart werden lassen. Im Anschluss kann das Ganze mit einem scharfen Messer gut in kleine Stücke geschnitten werden.

Ausreichend für 8 kleine Stück.

 

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4 Kommentare

  • Reply
    Fabian Aschauer
    9. Juni 2017 at 14:36

    Hallo,

    ich finde deinen Beitrag spitze! Ich finde, dass es im Wesentlichen darum geht, industriell verarbeitete Lebensmittel zu vermeiden und natürlich auch industriell hergestellten Zucker. Zucker in seiner in Pflanzen gebundenen Form kann niemals so konzentriert und in solchen Mengen genossen werden, wie industriell hergestellte Lebensmittel. Und sobald der Geschmacksinn von derartigen künstlichen Lebensmitteln entwöhnt ist, merkt man erst wie aufdringlich und überhaupt nicht gut, wie einseitig und unangenehm diese schmecken!

    Danke übrigens auch für dein tolles Rezept.
    Liebe Grüße
    Fabian

    • Reply
      Eva
      10. Juni 2017 at 13:17

      Danke dir lieber Fabian. Stimme dir absolut zu. Typische Süßigkeiten die ich früher gerne mal gegessen habe, schmecken jetzt richtig unangenehm. Lieben Gruß, Eva

  • Reply
    Ayla
    11. Juni 2017 at 12:22

    Also ich muss sagen vor allem mit den letzten drei Posts hast du bei mir sowas von ins Schwarze getroffen!!! Alles Sachen die mich total interessieren! 🙂 Dein Blog ist einfach klasse! Tolle Tipps, die ich auf jeden Fall umsetzen werde und das Rezept muss ich auch auf jeden Fall ausprobieren! 🙂 🙂 DANKE!!! 🙂

    • Reply
      Eva
      11. Juni 2017 at 20:54

      Das freut mich aber sehr. Vielen lieben Dank. <3

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