Apfelige Zimt Schnecken und ein paar Worte zu Präbiotika

Ich bin immer ein Fan davon, wertvolle Nährstoffe über die Nahrung aufzunehmen und nicht willkürlich Präparate einzunehmen. Sprechen wir über den Darm, ist die dazugehörige Darmflora aber oft einseitig besiedelt und sogenannte Präbiotika bekommen wenig Aufmerksamkeit. Vor allem in der heutigen Zeit. In unseren Breitengraden ist ursprüngliches Essen mit natürlichen Zutaten nunmal nicht mehr der Standard. Ganz im Gegenteil. Die heimische Karotte zieht gegenüber der tropischen Mango schon mal den Kürzeren. Selten greifen wir zu heimischen Produkten aus qualitativ hochwertiger Erde und geben uns mit der Süße aus der Natur, wie sie in einem Apfel zu finden ist, zufrieden. Und genau deshalb sind unsere Darmbakterien nunmal nicht mehr das was sie mal waren. Vor allem regionale und saisonale Gemüsesorten aus qualitativ hochwertiger und nährstoffreicher Erde beeinflussen unsere Darmflora nunmal positiv. Gleiches gilt für ein gutes Rohmilch Joghurt oder Bauernbutter sowie fermentierte und eingelegte Lebensmittel. Kombucha, Kimchi, Sauerkraut gehörten früher zur täglichen Ernährung und finden heute erst langsam wieder zurück in unseren Alltag. Vergleicht man unsere Darmflora jedenfalls mit jener von immer noch sehr ursprünglich lebenden Völkern, wird man mit den Ohren schlackern. Die dort vorherrschende Vielfalt an Darmbakterien ist im Vergleich zu unserer beeindruckend. Die guten Nachrichten sind, dass wir dort auch wieder hinkönnen. Stellen wir unsere Ernährungsweise um und orientiert uns dabei an unseren Vorfahren und nicht der Werbe- und Marketingindustrie, dann verändert sich auch unsere Darmflora positiv.

Unterstützen können wir das Ganze natürlich mit einem guten Probiotikum. In manchen Fällen können spezielle Präparate mit ganz spezifischen Baktierensträngen sogar essentiell sein. Fermentiere Lebensmittel sollten über kurz oder lang aber definitiv wieder zum Standard werden und die erste Wahls ein wenn es um die Besiedelung unserer Darms mit guten Bakterien geht. Schließlich liefern diese eine noch breitere Vielfalt an wertvollen Bakterien Strängen.

Damit die wertvollen Helfer in unserem Darm aber auch überleben und sich vermehren können, sind Präbiotika essentiell. Und diese werde oft vergessen. Sie stellen aber das Futter für unsere Bakterien dar. Im Grunde handelt es sich bei einem Präbiotika um Ballaststoffe und paaren wir diese mit wertvollen Probiotika erzielen wir noch bessere Ergebnisse für unsere Darmgesundheit. Vor allem helfen sie uns dabei die Menge der guten Bakterien wie Lactobacilli und Bifidobacterie zu erhöhen. Besagte Ballaststoffe wandern jedenfalls unverdaut durch unseren Verdauungstrakt und erst ganz zum Schluss treffen sie auf die Bakterien die sie fermentieren und sich über sie hermachen. Insofern sollten wir neben wertvollen Bakterien unser Augenmerk auch auf die dazugehörige Nahrung richten. Unsere Darmgesundheit, unser Immunsystem, unser Hormonhaushalt und selbst unser Herz sowie unsere Fähigkeit mit Stress umzugehen können durch sie positiv beeinflusst werden.

Die besten Präbiotika Quellen: 

  • Löwenzahn Blätter
  • Roher Lauch
  • Roher Knoblauch
  • Zwiebel
  • Spargel
  • Chicorée
  • etwas unreife Bananen
  • resistente Stärke
  • Flohsamen
  • Roher Honig
  • Apfelschale

Und weil ich mich wieder in der Küche versucht habe, gleich auch noch ein Rezept für Apfel-Zimt Schnecken. Die Äpfel dabei keinesfalls schälen. Die Schale ist nährstoffreich und dank ihres enthaltenen Pektins voller wertvoller Präbiotika.

Zutaten: 

150g Buchweizenmehl

100g Reismehl

1 EL Kokosöl

200 ml Pflanzenmilch

3 TL Zimt

2 EL Ahornsirup

Alle Zutaten für den Teig gut vermischen und 15 Minuten kalt stellen. Im Anschluss kleine Stücke des Teigs entnehmen und je zwischen den Händen zu einer langen Schlange verarbeiten. Diese einrollen.

1 Apfel

2 EL Kokosblütenzucker

Prise Zimt

Zitronenzeste einer halben Zitrone

Schuss Zitronensaft

Den Apfel würfeln und mit dem Zucker, der Zeste, dem Saft und Zimt vermengen. Die Apfelstücke auf die Teigschnecken setzen und eindrücken. Das Ganze rund 15-20 Minuten im Ofen bei 180° backen bis der Zucker karamellisiert ist und die Apfelstücke weich werden.

1 TL Maca Pulver

1/2 TL Zimt

1 TL Honig

2 TL Kokosöl (flüssig)

Die Zutaten für die Sauce vermischen und gleichmäßig über den frisch gebackenen Schnecken verteilen.

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGAN (wenn Honig gegen Ahornsirup o.Ä. getauscht wird)

Das Ganze ergibt 8 Schnecken. 

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  • Reply
    Felizitas
    17. April 2018 at 6:23

    Das hört sich nach einem tollen Rezept an, werd ich ausprobieren.
    Allerdings vegan sind die Schnecken erst ohne HONIG! Dattelsirup oder Agavendicksaft verwenden…..

    • Reply
      Eva
      17. April 2018 at 16:13

      Danke dir für die Info. Da ist mir tatsächlich ein Fehler unterlaufen. Aber ich geh davon aus die Veganer passen das an. Agavendicksaft würd ich aber nicht unbedingt empfehlen. Darüber hab ich schon mal einen Artikel hier auf Individualisten geschrieben, falls er dich interessiert. Lieben Gruß in jedem Fall, Eva

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