Beeren Clafoutis zum Muttertag und ein paar Worte zu Magnesium

Der Muttertag steht bevor und entsprechend darf man sich ins Zeug legen. Auch in diesem Jahr will ich euch ein Rezept vorstellen, dass das Muttertags-Frühstück perfekt und auf gesunde Art und Weise abrundet oder sich auch als Mitbringsel zum Besuch bei Mama eignet. Auch diese schönen Dinkel Kipferl mit Marmelade Füllung – HIER – wären eine Option. Und übrigens, am Muttertag 2017 veranstalte ich einen Workshop zum Thema. Perfekt um mit der lieben Mama einen gemütlichen Sonntag Vormittag zu verbringen, dabei gesundes Essen zu genießen und mehr über Gesundheit und Wohlbefinden zu erfahren. Mehr Infos gibt es hier.

An dieser Stelle will ich gleich die Gelegenheit nutzen um ein paar Infos zu Magnesium zu liefern. Kürbiskerne, wie im folgenden Rezept enthalten, stecken nämlich voller Magnesium – ein Mineralstoff der vielen Menschen heutzutage leider fehlt. Ganz abgesehen davon liefern sie uns die Aminosäure L-Tryptophan welche dafür zuständig is,t Serotonin (das Glückshomorn) zu bilden. Auch liefern sie wertvolles Omega 3 und Zink. Übrigens! Kürbiskerne sollten von uns Frauen vor allem in der ersten Hälfte des Zyklus konsumiert werden, da sie uns dabei helfen genügend von dem wertvollen Sex Hormon Progesteron zu bilden.Was Magnesium angeht, das wird von jedem Organ unseres Körpers verwendet, spielt eine Rolle im Entgiftungsprozess und vor allem unser Herz ist darauf angewiesen.

Liegt ein Mangel vor?

Ein Magnesiummangel ist nicht immer sofort zu erkennen, da der Nährstoff vor allem in unseren Organen und Knochen eingelagert wird und ein Mangel nicht unbedingt in Bluttests aufscheint. Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe (vor allem in den Beinen) und Müdigkeit sind erste Anzeichen eines Mangels. Auf Dauer kann ein solcher Mangel zahlreiche gravierendere Beschwerden wie Insomnia, Migräne, Angstzustände, Bluthochdruck oder selbst Osteoporose nach sich ziehen. Übrigens, auch das Verlangen nach Schokolade steht oft in Verbindung mit einem Magnesiummangel. Und auch all jene die unter PMS leiden, sollten mehr Magnesium in die Ernährung einbauen. Stimmungsschwankungen, Krämpfe und auch Migräne sowie Brustschmerzen im Rahmen des Zyklus können durch Magnesium erleichtert werden. Auch all jene die unter Schlafstörungen leiden, könnten von mehr Magnesium profitieren. Magnesium gilt als entspannend für Muskeln und ist wichtig damit die GABA Rezeptoren in unserem Gehirn gut funktionieren können und uns in einen erholsamen Schlafzustand versetzen. Macht Sinn, dass Magnesium auch bei Verstopfung sowie Verspannungen Erleichterung verschaffen kann.

Magnesium sagt so gut wie jedem Menschen etwas. Die Relevanz von Magnesium für unsere allgemeine Gesundheit wird dennoch oft unterschätzt. Und das obwohl es unsere Knochen stärkt, unseren Metabolismus unterstützt und das Risiko für Krebs reduzieren soll. Die meisten Menschen haben einen Mangel, da vor allem unsere Erde in welcher unsere Lebensmittel heute heranwachsen, nicht mehr genügend Magnesiumgehalt aufweist. Vor 100 Jahren bekamen wir noch rund 500mg Magnesium im Rahmen einer normalen Ernährungsweise. Heute sind es gerade mal 200 mg. Das liegt nicht nur an unbiologischen Anbautechniken sondern ebenso daran, dass die Erde heutzutage kaum Zeit bekommt um sich zu regenerieren bevor sie wieder für den Anbau genutzt wird. Der tägliche Konsum von Kaffee, Alkohol und Zucker tragen ebenso dazu bei, dass unsere Magnesium Speicher geleert werden. Vor allem Alkohol zieht förmlich die Nährstoffe aus unserem Körper. Und auch wenn unsere Darmgesundheit nicht top ist, kann es passieren, dass Nährstoffe nicht optimal aufgenommen werden.

Seegras, Spinat, Mangold, Grünzeug im Allgemeinen, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam, Avocado, Banane sowie Kakao sind allesamt gute Magnesiumquellen. Vor allem in Bio-Qualität hat man die Möglichkeit noch ein paar mehr Nährstoffe abzustauben. Macht Sinn, oder?

Man könnte natürlich auch einfach ein Supplement einwerfen. Im Fall von Magnesium ist das auch ziemlich sicher und man kann nicht viel falsch machen. Grundsätzlich sollte man aber wissen, dass Kalzium, Vitamin K2 und Vitamin D im Einklang mit Magnesium stehen sollten. Balance ist hier wichtig bevor man weitere Supplemente konsumiert. Nimmt man beispielsweise zu viel Vitamin D ein und hat einen Mangel an Vitamin K2 und Magnesium, kann es zu einer Vitamin D Vergiftung kommen. Auch ist ausreichend Magnesium notwendig damit Vitamin D die Aufnahme von Kalzium unterstützen kann. Aber auch ein Zuviel an Kalzium und ein Mangel an Magnesium steht in Verbindung mit Herzerkrankungen. Haben wir zu viel Kalzium und zu wenig Magnesium in unserem Körper, kann das zu Verkalkungen führen. Magnesium ist schließlich dafür verantwortlich, dass Kalzium aus unseren Muskeln in unsere Knochen wandert – dort wo es gebraucht wird.

Es geht also – wie so oft – um die richtige Balance. Und deshalb bin ich ein Fan von einer ausgewogenen Ernährung. Selbstverständlich spricht auch nichts dagegen Magnesium zu supplementieren – wenn Bedarf besteht. Hierzu gibt es beispielsweise Magnesium in Kapselform. Magnesium Chelat und Magnesium Glycinat werden beispielsweise vom Körper sehr gut aufgenommen und ersteres ist auch die Form von Magnesium die in Nahrungsmitteln vorkommt. Magnesium Supplemente stehen nicht wirklich in Verbindung mit irgendwelchen Risiken. Magnesium Citrat ist eine Kombination aus Magnesium und Zitronensäure. Hierbei handelt es sich um jenes Supplement, dass in höheren Dosen einen laxativen Effekt haben kann. Das wars aber dann auch schon. Grundsätzlich ist ein Magnesium Supplement sehr sicher. Auch Magnesiumöl (Magnesium Chlorid) ist eine Option. Letzteres kann auf die Haut aufgetragen werden und so kann der Körper genau das aufnehmen was er benötigt. Vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Muskelschmerzen bietet sich diese Form an. Und auch ein Bad in Epsom Salz (Magnesium oder Bittersalz) ist eine tolle und vor allem entspannende Option um die Speicher aufzufüllen. Zwischen 300 und 500mg Magnesium (in etwa) sollte ein Erwachsener pro Tag zu sich nehmen. Mehr Bedarf hat man vor allem in stressigen Zeiten oder wenn man unter Schlafmangel leidet.

Supplementieren – ja oder nein?

So viel zu den Fakten. Grundsätzlich bin ich ein Fan von einer ausgewogenen, bunten und natürlichen Ernährungsweise und der Aufnahme von Nährstoffen in ihrer natürlichen Form. Ich meine so sorgt man für eine tolle Basis und für Balance. Supplemente die für mich in 90% der Fällen ziemlich überflüssig sind, sind beispielsweise Multi Vitamine. Die Mengen der darin enthaltenen Nährstoffe sind teils so minimal, dass sich das Ganze oft nicht viel bringt. Hier gilt es vor allem auch auf die Qualität des Supplements zu achten. Billige Marken sind meist ziemlicher Schrott. So oder so bin ich ein Fan von Nahrungsergänzungsmitteln und bin dankbar für die Option. Heutzutage ist es nicht mehr so einfach an all die wertvollen und wichtigen Nährstoffe zu kommen und bestimmte Situationen wie eine Schwangerschaft oder vegane Ernährungsweise verlangen nach Supplementen. Auch im Rahmen der Darmgesundheit oder bei hormonellem Ungleichgewicht kann man gewaltig von ergänzenden Mikronährstoffen profitieren. Vitamin D beispielsweise ist in unseren Breitengraden Mangelware und der Gesundheit zu Liebe sollte man vor allem in den Wintermonaten über ein Supplement nachdenken. Es gibt noch weitere Supplemente dich ich grundsätzlich als wertvoll und in vielen Fällen sinnvoll empfinde, aber das ist wohl ein (sehr umfangreicher) Beitrag für einen anderen Tag. Magnesium gehört auf alle Fälle dazu. Deshalb auch hier nochmals eine genaue Auflistung von Lebensmitteln die reichlich Magnesium liefern um für sich selbst und die eigene Gesundheit eine gute Basis zu schaffen:

1 Handvoll gekochter Spinat oder Mangold (150mg Magnesium)

1 Handvoll gekochte schwarze Bohnen (120mg Magnesium)

1 kleine Handvoll Cashew Nüsse (90mg Magnesium)

1 kleine Handvoll Kürbiskerne (40mg Magnesium)

1 Avocado (40mg Magnesium)

1 Handvoll Brokkoli, gekocht (40mg Magnesium)

1 Kartoffel (80mg Magnesium)

Sollte machbar sein, dass man auf seine tägliche Dosis kommt oder?

Nun aber zurück zum Muttertags-Thema. Anbei das Rezept zu Beeren Clafoutis! 

Zutaten:

50g Kürbiskerne

2 EL Ahornsirup

1 gehäufter EL Buchweizenmehl

2 Eier, aufgeschlagen

4 EL Naturjoghurt

1 Handvoll Beeren

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, VEGGIE

Die Kürbiskerne im Pestomixer zu Mehl verarbeiten und mit den restlichen Zutaten vermischen. Die Masse in eine mit Backpapier ausgekleidete Form füllen und obenauf reichlich Beeren verteilen. Im Ofen bei 180° für rund 20 Minuten backen.

Ausreichend für 8 kleine Stücke.

 

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4 Kommentare

  • Reply
    Daniela
    21. Juli 2017 at 15:39

    Liebe Eva,

    vielen Dank für dieses tolle Rezept! Ich habe es ganz spontan ausprobiert, weil ich alle Zutaten (sind ja zum Glück nicht viele bzw. außergewöhnliche, was ich an deinen Rezepten so gut finde) vorrätig hatte. Superschnell gemacht und sehr lecker 🙂

    Liebe Grüße
    Daniela

    • Reply
      Eva
      21. Juli 2017 at 16:10

      Das ist aber nett. Danke für das Feedback. 🙂 Freut mich wenns schmeckt. Ich bin auch ein Fan von wenig Zutaten und wenn es dann noch schnell geht. PERFEKT. 🙂 GLG

  • Reply
    Sabine
    4. Oktober 2017 at 16:57

    Hab es auch gerade “mal schnell” gemacht und war sehr gespannt, da ich Kürbiskernmehl bisher noch nicht verwendet hatte. Super lecker! Vielen Dank!

    LG Sabine

    • Reply
      Eva
      5. Oktober 2017 at 11:25

      Das freut mich aber. 🙂 Danke für das Feedback.

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