Buchweizen Wrap und ein paar Worte zu Rotkraut

Jeder der Individualisten einige Zeit verfolgt weiß, dass ich ein Fan von Buchweizen bin. Ich bin außerdem ein Fan von schnellen aber nährstoffreichen und abwechslungsreichen Gerichten. Und weil ich immer wieder nach Rezepten für die schnelle und gesunde Küche gefragt werde … et voila! Einfacher geht es nicht. Ganz abgesehen davon, dass dieses Rezept richtig toll anpassbar ist. Hier ein paar Vorschläge: 

Der Fladen ist was die Zutaten angeht relativ neutral. Deshalb kann er völlig unterschiedlich gefüllt werden. So zum Beispiel mit:

  • Nutella und ein paar Bananenscheiben;
  • Kokosmus, frischer Minze, Beeren und Zimt;
  • Cashew Aioli, Spinat, Rucola und Süßkartoffelstücken aus dem Ofen;
  • Räucherlachs, Avocado, Gurkenstreifen und Schuss Balsamico;
  • Rührei, Curry Gewürz, Zucchini und Paprika aus der Pfanne;
  • Naturjoghurt mit etwas frisch gepresstem Knoblauch und reichlich frisch geriebener Gurke sowie Salz und Pfeffer;

Wusstet ihr, dass Rotkraut oder Rotkohl besonders nährstoffreich ist. Er hat einen hohen ORAC Wert, welcher bestimmt wie gut das besagte Lebensmittel dabei hilft, freie Radikale zu absorbieren. In gekochtem Zustand ist dieser Wert sogar noch höher. Dafür gehen beim Erhitzen ein paar Vitamine verloren. Die Farbe im Rotkohl ist für sein Potential verantwortlich. Dunkle und vor allem dunkelrote Gemüsesorten stecken voller Polyphenole und Rotkohl ist der König unter den Antioxidantien. Er enthält 6 mal mehr antioxidative Kapazitäten als weißer oder grüner Kohl. Rotkraut hat somit die Fähigkeit Entzündungsherde zu bekämpfen, steckt voller Ballaststoffe die unseren Darm pflegen und bekämpft freie Radikale. Außerdem liefert er jede Menge Vitamin C und dient uns so als Immunsystem-Booster. Er ist auch noch ein toller Vitamin K Lieferant und das ist spitze für unsere Knochen und auch unsere Augen danken es uns wenn wir Rotkraut essen und unseren Körper so mit Vitamin A versorgen. Fazit: Rotkraut kann man toll fermentieren (wie Sauerkraut), was genial für unsere Darmbakterien ist. Will man es nicht roh essen, bietet es sich an es zu dünsten oder einfach kurz mit anderem Gemüse in die Pfanne zu schmeissen. Es soll definitiv noch knackig bleiben um genügend Nährstoffe zu bewahren. Übrigens verliert das Kraut schnell seine Farbe. Ein Schuss Apfelessig im Mix hilft hier vorzubeugen. Rohes Rotkraut hat definitiv das größte Potential und persönlich bin ich ein großer Fan davon. Wer es verträgt, sollte es definitiv ab und an unter Salate mischen oder in Rezepten wie dem folgenden verarbeiten. Für mich ist Rotkraut ganz klar ein heimisches, günstiges, traditionelles und nicht zu unterschätzendes Superfood. Stimmt ihr zu?

Und hier nun zu meiner Version …

Zutaten Fladen: 

1 Ei

50g Buchweizenmehl

40g Kastanienmehl

120 ml Wasser

Ghee – funktioniert eindeutig am besten. Vegane Alternative? Olivenöl! Aber Vorsicht! Nicht zu heiß werden lassen.

Inhalt (optional): 

Rotkraut, in kleine Streifen geschnitten;

Sauerkraut, TOP für unsere Darmbakterien;

Mangold, in der Pfanne mit Olivenöl, einer gepressten Knoblauchzehe sowie einer kleinen Handvoll Cashews angebraten;

Dip, aus 1 EL Tahin, 2 EL Apfelessig, Schuss Tamari und Kurkuma oder Paprika Pulver sowie Salz und Pfeffer;

Ausreichend für 2 Fladen mit Füllung.

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGGIE – PS.: das Ei im Fladen kann auch einfach weggelassen werden. Der Teig soll eine cremige Konsistenz haben und kann entsprechend angepasst werden. 

Für den Fladen einfach alle Zutaten zusammen mischen bis sich ein cremiger Teig ergibt. Diesen in etwas Ghee raus braten, vorsichtig wenden und nach Belieben befüllen.

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6 Kommentare

  • Reply
    Katrin Enzenhofer
    3. Juli 2017 at 21:35

    Klingt super…wie kann ich das Kastanienmehl ersetzen?

    • Reply
      Eva
      4. Juli 2017 at 13:34

      Hallo liebe Katrin! Du kannst einfach mehr Buchweizenmehl verwenden und das Kastanienmehl weglassen. Funktioniert genauso gut. 🙂 GLG

  • Reply
    Jenni
    12. Juli 2017 at 16:37

    Liebe Eva,

    das klingt in der Tat nach einem nicht zu unterschätzenden Superfood (um den strapazierten Begriff einmal zu bemühen).
    Dass Rotkohl gesund ist, wusste ich – dass er aber SO gut ist, war mir bisher nicht klar.
    Denn Tipp mit dem Fermentieren werde ich mir gleich einmal mitnehmen und merken – damit wollte ich demnächst sowieso einmal experimentieren. 🙂

    P.S.: Die Fladen schauen großartig aus! So schön zart – das merke ich mir ebenfalls, für’s nächste Salat-Essen, das dann legitimerweise im Wrap-Essen münden darf und wird.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Reply
      Eva
      13. Juli 2017 at 15:50

      Ja, der Begriff ist echt schon überstrapaziert. 🙂 Vor allem gibt es so derart viele tolle unscheinbare Gemüsesorten die mit Acai und Co echt locker mithalten können. Freut mich wenn ich dich inspirieren konnte. 🙂 GLG, E

  • Reply
    Julia
    16. Juli 2017 at 15:18

    Das Rezept ist echt toll und wird auf jeden Fall ausprobiert. Meinst du das Rezept würde auch mit Kokosmehl funktionieren?

    • Reply
      Eva
      16. Juli 2017 at 21:45

      Hallo! 🙂 Danke dir. Kokosmehl ist denk ich fast ein bisschen zu mürb dafür. Du kannst auf alle Fälle nur Buchweizenmehl nehmen und das Kastanienmehl weglassen. Lieben Gruß, Eva

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