Individualisten erzählen – die Vierte

Heute darf ich euch wieder eine tolle Individualisten Leserin vorstellen, die sich dazu bereit erklärt hat, ihre Ernährungsstory mit uns allen zu teilen. Erfahrungsberichte finde ich persönlich ja nicht nur inspirierend sondern vor allem motivierend. Oft haben wir das Gefühl ganz alleine in diesem großen Boot der Ernährungsinfos zu sitzen. Sich also auszutauschen und Erfahrungen zu teilen ist etwas richtig tolles. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die liebe Mia aus Frankfurt, die ihre Erfahrungen teilt, verrät was ihr an einer Ernährungsumstellung schwer und was leicht fällt und berichtet was ihrer Haut gut tut und welche Rolle Stress für sie spielt.

Wie heißt du, wie alt bist du und woher bist du?

Ich bin Mia, 28 Jahre alt und zur Zeit lebe ich in Frankfurt.

Was sagst du, wenn dich jemand fragt, was du so tust?

Ich arbeite seit Kurzem als Stewardess.

Seit wann bist du Individualisten Leser?

Seit etwa 2 Monaten folge ich dir auf Instagram.

Was veranlasst dich dazu immer wieder hier vorbeizukommen?

Eine etwas gelassenere Einstellung zur Ernährung, Fitness-und Selbstoptimierungswahn, der mich bei vielen (pseudo-)Gesundheits/Fitness/Lifesyle Blogs nervt und dazu führt, dass ich mich selbst unter Druck setze und mich schlecht fühle.

In wie weit hat dich Individualisten bisher in deiner Ernährungs- und/oder Lebensweise
beeinflusst?

Ich setze mich seit etwa 3 Jahren intensiv damit auseinander, welche Ernährungsweise für mich passt. In meiner Familie gibt es erblich bedingt erhöhte Cholesterinwerte (ich bin nicht davon betroffen), Krebs (u.a. der Bauchspeicheldruese) und auch Alzheimer. Und ich möchte mit meiner Ernährung meinen Körper stärken um ein aktives Leben zu führen und zu pflegen und es nicht durch Essen zu belasten.

Gibt es eine bestimmte Individualisten Info die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist und die du in deinem Alltag umgesetzt hast? Wenn ja, welche?

Nein, bis jetzt noch nicht. Ich versuche mich zuckerfrei und ohne Milchprodukte zu ernähren, was mir schwer fällt aber langsam besser gelingt. Dazu unterstuetzt mich deine Seite vor allem im Finden allgemeiner Alternativen und Lösungen.

Wie würdest du deine heutige Ernährungs- und Lebensweise in 5 kurzen Worten
beschreiben?

Gemüse, Extrem, kein Biorhythmus, Geplant, Abwechslungsreich

Wenn du einige Jahre zurückdenkst, wie würdest du deine Ernährungs- und Lebensweise damals beschreiben?

Nicht so reflektiert, immer auf ‘Diät’ aber nicht richtig mit Plan. Ich versuche mich gesund und nachhaltig zu ernähren und ich denke mein Verständnis dazu ist gereift.

Was hat dich dazu veranlasst deiner Ernährungs- und Lebensweise mehr Aufmerksamkeit
zu schenken? Gab es einen bestimmten Aha-Moment?

Krankheit in der Familie, extremer Stress, Unglücklichsein nach Ende des Studiums und Leeressen eines 5kg Nutellaglases innerhalb weniger Tage (leider keine Übertreibung).

Wie kann man sich deine Entwicklung im Bereich Ernährung und Wohlbefinden
vorstellen? War es eine bewusste und radikale Entscheidung oder eher ein schleichender Prozess?

Ich denke ich bin noch in einer Findungsphase und merke auch, dass meine Ernährung manchmal zu einseitig ist und ich dadurch Unverträglichkeiten/Sensibilisierung gegenüber gewisser Nahrungsmittel erlebe wie ich sie bisher nicht kannte (Lactose, Protein). Ich nutze Individualisten hauptsächlich als Inspiration für Rezepte und als ‘Bildung’/Wissensanreicherung.

Was war das Erste das du verändert hast?

Getreideprodukte weglassen. Dies ist mittlerweile leicht fuer mich, obwohl ich jetzt grade wieder Vollkornroggen als Muesli frühstücke (Ich denke die Nährwerte sind besser als Haferflocken, aber das weiss ich auch nicht genau).

Was fiel dir im Rahmen dieser Umstellung am schwersten?

Es fällt mir schwer auf Zucker und Snacks zu verzichten.

Gibt es etwas, dass dir immer noch schwer fällt? 

Snacks und aufzuhören wenn ich satt bin. Nicht essen wenn mir langweilig ist. Ich denke das ist aber hauptsächlich mit Stress und emotionalem Unwohlsein zu begründen als mit Unverständnis einer gesunden Ernährungsweise. Ich neige zu Extremen und habe Probleme mit Kontrolle von Portionen und aufzuhören zu essen, wenn ich satt bin, wenn ich Stress habe oder traurig bin.

Was fiel dir besonders leicht?

Mehr Gemüse zu essen und vorzukochen fuer die Arbeit. Ich liebe Gemüse und Frisches ohnehin, finde aber viele vegane Lebensmittel, die ‘natürliche’ Nahrung ersetzen sollen, widersprüchlich zu einer gesunden, bewussten Ernaehrung weil sie oft künstlich hergestellt werden oder hoch verarbeitet sind.

Viele meiner Klienten und auch Leser sagen, dass sie dank einer Ernährungsumstellung kein Nachmittagstief mehr erleben, keine Verdauungs- oder Hautprobleme haben, energiegeladen und weniger anfällig für Erkältungen sind. Welche gesundheitlichen, körperlichen, mentalen Veränderungen hast du durch deine neue Ernährungs- und/oder Lebensweise bemerkt?

Diese Probleme sind für mich die Hauptmotivationsgründe, dass ich mich mit mit Ernährung auseinandersetze; Ich habe z.Z. extreme Hautprobleme weshalb ich schweren Herzens den Konsum von Milchprodukten heruntergeschraubt habe. Mein Hautbild hat sich auch in kurzer Zeit schon etwas verbessert. Ich glaube auch, dass die mentale Situation (also auch Stress) eine große Rolle dabei spielt und gebe meiner Haut und meinem Körper Zeit, sich zu erholen.

War dir die Rolle von Ernährung im Hinblick auf dein gesundheitliches Allgemeinwohl vorher bewusst?

Ja schon, aber ich habe nicht genau aufgepasst und es auch immer etwas ignoriert, weil ich mich nicht damit auseinander setzen wollte bzw. ich nicht auf bestimmte Sachen ‚verzichten‘ wollte.

Wie stehst du zum Thema „zuckerfrei“? Und was sind deine Erfahrungen in diesem Bereich?

Finde ich superinteressent da ich bei mir selbst sehe, wie abhängig ich von Zucker tatsaechlich bin. Bei der Arbeit (auf einem Langstreckenflug bspw.) geht es mir oft darum, unter allen Umständen wach und leistungsbereit zu sein. Gegen den Biorhythmus zu arbeiten und sich aufzuputschen ist natürlich Terror fuer den Körper und da ‘erlaube’ ich mir dann Süßes (Hauptsächlich Schokolade an Bord, oder eben Obst, wenn mehr Zeit ist).

Eines meiner Lieblings-Zitate ist das folgende: „Wer nichts weiß, muss alles glauben!“. Welche Rolle spielt für dich wertvolles Hintergrundwissen, wenn es um Ernährung, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden geht?

Das ist eine absolute Notwendigkeit! Ich finde es so schwierig, in der Masse von Informationen und Ernährungsansätzen eine fuer mich funktionierende Ernährung zu finden, die mir persönlich gut tut und meinen Anspruch erfüllt.

Oftmals geht eine Ernährungsumstellung auch einher mit mehr Bewusstsein in anderen
Lebensbereichen und einer Art Selbstfindung. Ich persönlich habe meine Passion für Bewegung und Ernährung zum Beispiel zum Beruf gemacht. Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht und vielleicht ein „gesundes“ Thema für dich gefunden, dass dich besonders fesselt oder über das du gerne mehr lernen möchtest?

Ich liebe Sport und mache seit etwa 1.5 Jahren Crossfit (etwa 4-5 mal die Woche). Ich war ein sehr unsportliches Kind und habe erst im Erwachsenenalter wirklich den Spass daran gefunden. Das ist etwas was ich schade finde und ich setze mich sehr gerne mit Bewegung, Funktion usw. des Koerpers auseinander.

Welches Lebensmittel oder welche Zutat kommt bei dir nicht oder kaum (mehr) auf den Tisch? 

Kristallzucker, Milch, verarbeitete Lebensmittel oder Fertigprodukte (auch Soßen, Dips, Wurst), Weizenmehlprodukte (Nudeln, Brot);

Welche gesunde Zutat darf in deinem Kühlschrank nie und nimmer fehlen?

Karotten, Fisch, Bananen;

Was ist deine liebste Alternative zu herkömmlichem Zucker?

Honig, Ahornsirup, Zuckerrübensirup;

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