Karotten Ingwer Suppe voller Superfoods

In letzter Zeit habe ich einige Vorträge rund ums Thema „Superfood“ gehalten. Stellt sich raus, nicht nur ist die Definition unglaublich schwierig, aber auch die Liste an Superfoods ist unendlich lang. Grundsätzlich, ist ein Superfood ja ein pflanzliches Gewächs das mehr Nährstoffe, Vitamine, Mineralien, Antioxidantien beinhaltet als andere Pflänzchen. Die berühmtesten Superfoods können ihre Wirkkraft sogar durch diverse Studien bestätigen und so kann man nachweisen, dass Goji Beeren 8 essentielle Aminosäuren beinhalten und unglaublich viele Antioxidantien liefern. David Wolfe – der Vater des Superfood Trends und Rohköstler par excellence – zählt auch Rohkakao zu seinen Favoriten. Rohkakao führt beispielsweise die Liste der Superfoods aufgrund seiner hohen Menge an Antioxidantien an. Zur Erinnerung: Das sind Radikalfänger und sie fördern unsere Gesundheit. Auch Maca Pulver – das Superfood für unseren Hormonhaushalt – die proteinreiche Alge Spirulina, Camu Beeren, Hanfsamen, Blütenpollen, Medizinische Pilze stehen auf seiner Top 10 Liste. Ich bin auch ein Fan von Maca, Spirulina und Rohkakao. Aber heimische und oft unterschätzte Zutaten mit Superkräften sind mir fast noch lieber – auch wenn sie oft im Schatten ihrer prominenten Kollegen stehen und vielleicht sogar auf weniger Studien zurückgreifen können.

Ingwer, Kurkuma, Knoblauch und Wildkräuter sowie Sprossen führen diese Liste für mich an. Löwenzahn zum Beispiel enthält unglaublich viel Vitamin A, C, D und B sowie Zink, Magnesium und auch Potassium. Es ist ein bitteres Kraut und fördert daher auch unsere Verdauungs- und Entgiftungsprozesse. Es hilft vor allem im Hinblick auf den weiblichen Hormonhaushalt dabei überschüssiges Östrogen aus dem Körper zu spülen und soll sogar beim durch PMS verursachten Blähbauch toll helfen. Man bekommt Löwenzahn lustigerweise im Supermarkt. Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft sollte es aber auch tun. Aktuell sprießt das „Unkraut“ ja an jeder Ecke aus dem Boden. Über Sprossen habe ich hier schon einmal geschrieben und vor allem Brokkolisprossen haben es mir besonders angetan. Sie haben die höchste Konzentration des Stoffs Sulforaphan. Und der hat einen genialen entzündungshemmenden Effekt. Sulforaphan gilt als Mittel gegen Krebs und soll Krebszellen dazu bringen Selbstmord zu begehen. Außerdem beeinflusst es die Verwendung unseres Körpers von Östrogen und sorgt für Linderung bei hormonellen Beschwerden die durch zu viel Östrogen ausgelöst werden. Sprossen, Kräuter und im Grunde eine allgemein sehr bunte Ernährungsweise sind für mich die beste Basis und liefern ausreichend wertvolle Superfoods. Karotten gehören für mich da ebenso dazu wie der gelegentliche Rohkakao. Anbei will ich euch heute aber ein paar Tipps liefern um die simple Karotte in eine gewaltige Nährstoffbombe zu verwandeln.

  • Kauft Karotten wenn es geht immer samt dem Karottengrün. So wisst ihr, dass es sich um frische Karotten und nicht um Lagerkarotten handelt.
  • Bevor die Karotten in den Kühlschrank kommen, muss das Karottengrün entfernt werden. Es entzieht der Wurzel die Nährstoffe wenn es zu lange dran bleibt. Dann können die Karotten in einem Wasserbad im Kühlschrank gelagert werden. So behalten sie ihre wertvollen Nährstoffe.
  • Das Karottengrün enthält mehr Nährstoffe als die Karotte selber und sollte unbedingt verarbeitet werden. Dieses Pesto eignet sich hier super.
  • Die Karotten selber sollten immer zusammen mit einer Fettquelle konsumiert werden um die fettlöslichen Vitamine aufzunehmen.
  • Karotten nicht schälen. In der Schale stecken wertvolle Nährstoffe. Dazu würde ich empfehlen unbedingt biologische Karotten zu kaufen.
  • Last but not least: Gekochte Karotten haben mehr Nährstoffe als rohe Karotten. Und somit auch zum heutigen Rezept: Karotten Ingwer Suppe.

Zutaten für 4 Personen

 500g Karotten

1 x 3 cm langes Stück Ingwer, geschält

1 kleine Jungzwiebel

1 Knoblauchzehe, zerkleinert

1 L Gemüsebrühe oder Rinderbrühe

Salz, Pfeffer

Optional: Orangen

Die Zwiebel, Knoblauch und den Ingwer klein schneiden und in etwas Olivenöl anbraten bis sich ein angenehmer Duft entwickelt. Die klein geschnittenen Karotten hinzugeben und mit dem Fond aufgießen. Rund 30 Minuten köcheln lassen bis die Karotten weich sind. Anschließend mit dem Stabmixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gerne gebe ich noch ein paar Stück Orangen hinzu um dem Ganzen eine feine Note zu verpassen.

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