Das war Under the Walnut Tree – die Dritte!

Dieses Jahr geht es rund bei mir – auf spannende und bereichernde Art und Weise versteht sich. Neben zahlreichen Vorträgen, Workshops, dem Start meiner Ernährungs– und Pilatestrainings kam auch die Veranstaltung gesunder Events dazu. Kathie von Kathie’s Cloud und meine Wenigkeit haben die gesunde Event-Plattform Under the Walnut Tree (UTWT) gegründet. Selten noch hab ich so viel Spaß gehabt bei einem Projekt. Im Rahmen unserer drei Events durften wir unseren Gästen reichlich Infos zu Ernährung und Wohlbefinden vermitteln und konnten mit Workshops, Yoga-Einheiten und tollen Menüs begeistern.

DIGEST, DEVINE und DESTRESS lauteten die Themen unserer Events und vor allem Nummer 3 hat es mir besonders angetan. Stress ist DAS Thema für mich. Ich selbst muss in diesem Bereich noch recht viel lernen. Aber ich arbeite daran. Allein durch die Vorbereitungen für meine Vorträge und Workshops bei DESTRESS konnte ich meine persönlichen Stressmanagement Strategien aufpeppen und mir wieder ins Gedächtnis rufen warum auch dieser Aspekt so wichtig für ganzheitliches Wohlbefinden ist. Ein paar meiner persönlichen Erkenntnisse und Strategien möchte ich heute mit euch teilen. Einen Blick hinter die Kulissen von DESTRESS und ein besonderes Rezept unseres Menüs gibt es auch dazu.

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Was ist eigentlich Stress? 

Der Psychologe Richard Lazarus definiert Stress folgendermaßen:

“Stress ist ein Event bei welchem die externen oder internen Herausforderungen schlicht und ergreifend die adaptiven Fähigkeiten eines Individuums übersteigen”.

Übersteigen ist ein Understatement. Stress kann nämlich gewaltige Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Immer mehr Menschen berichten über Burn Out, Schlafstörungen, Depressionen und eine Vielzahl an Menschen haben Alkohol- oder Drogenprobleme – all das in einem Versuch mit Stress umzugehen. Studien belegen mittlerweile, dass Stress uns anfälliger für Krankheiten wie Krebs oder Herzerkrankungen macht. Vor allem unterdrückte Emotionen und anhaltende Stressphasen tragen zu dieser Entwicklung bei.

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Was genau kann Stress für unseren Körper sein? 

Stress kann sein …

-akut und physisch (Flucht vor dem Säbelzahntiger)

-chronisch und physisch (Hungerperioden)

-anhaltend und psychisch

Unser Körper kann toll mit akuten und physischen Stressoren wie einem hungrigen Löwen umgehen. Gleiches gilt für chronische und physische Erlebnisse wie Hungerperioden. Womit wir allerdings nicht gut umgehen können sind dauerhaft anhaltende und auf unsere Psyche einwirkende Stressoren. Und genau von diesen sind wir heute belastet.

Dabei bedeuten aber nicht nur der volle Terminkalender oder die elendslange To Do Liste Stress für uns. Nein, unter anderem auch unsere Wahrnehmung, negative Gedanken, soziale Isolation, das Gefühl die Kontrolle zu verlieren oder Unvorhergesehenes lösen in uns Stress aus. Unser Körper reagiert relativ gleich auf alle Formen des auf uns einwirkenden Stresses. In diesem Bericht bin ich übrigens auf das Phänomen Stress schon einmal näher eingegangen.

Ist unser Stresshormon neben den Herausforderungen des Alltags nun auch durch unsere Gedanken dauerhaft erhöht, werden beispielsweise weniger unserer Glückshormone wie Serotonin oder Dopamin produziert. So kommt es auch, dass rund 50% der Menschen mit Depressionen beispielsweise ein erhöhtes Level des besagten Stresshormons Cortisol haben und gezielt eingesetztes Stressmanagement hier besonders hilfreich sein kann.

Weil Stress eben so unglaublich negative Auswirkungen hat, wollten wir unseren Teilnehmerinnen bei DESTRESS einen entspannten Tag bieten. So starteten wir zu Beginn gleich mit einer tollen Meditations Einheit mit Achtsamkeits- und Meditationstrainerin Susanne Doringer. Beendet hat den Tag Ariadna Castorena mit einer entspannenden Yoga Einheit die den Tag perfekt ausklingen ließ. Mittendrin gab es viele Infos zu einer gesunden Ernährungsweise, Marianne Obauer – unsere Kräuterexpertin – hat entstressende Kräuter vorgestellt und im Rahmen von 2 Workshops haben Kathie und ich unsere besten Tipps zum stressfreien Kochen geteilt und ebenso spannende Stressmanagement Strategien näher erläutert.

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Zu meinen TOP Stressmanagement-Weisheiten …

#1 Achtsamkeit

Die Kraft der Gedanken ist beeindruckend. Mit ein paar Strategien können wir negative Gedanken gekonnt bei Seite legen und uns auf das Positive fokussieren. Achtsamkeit ist hier das Stichwort. Während unsere rechte Gehirnhälfte eher analytisch denkt, ist unsere linke Seite viel eher bewertend unterwegs. So kann es sein, dass wir uns in Gesellschaft anderer Menschen wiederfinden und einen vermeintlich bösen Blick kassieren. Die rechte Gehirnhälfte prozessiert das Ganze als “jemand schaut mich böse an”. Die linke Gehirnhälfte kommt aber direkt mit einer Erklärung dafür daher: “Offensichtlich mag diese Person mich nicht”. Ertappen wir uns nun bei diesem bewertendem Gedanken, können wir die linke Gehirnhälfte austricksen indem wir uns beispielsweise Folgendes bewusst machen: “Vielleicht hat diese Person einfach nur einen schlechten Tag. Der böse Blick hat nichts mit mir zu tun”. Ihr versteht auf was ich hinaus will. Heutzutage urteilen wir oft viel zu schnell. Mit dieser Taktik kann man nicht nur bewusster durchs Leben gehen, viel über sich selbst lernen sondern auch die soziale Interaktion mit anderen Menschen gestaltet sich harmonischer. Probiert es aus. Es wirkt! Übrigens haben wir genau aus dem Grund der Achtsamkeit eine Blindverkostung bei DESTRESS veranstaltet. Achtsamkeit im Umgang mit unserem Essen, das bewusste Schmecken und Riechen der Nahrungsmittel und das langsame Genießen gehören ebenso dazu um achtsamer durch Leben zu gehen. Plötzlich schmeckt dann beispielsweise eine Tomate ganz anders oder man kann mit verbundenen Augen eine Rosine gut leiden die man vorher verabscheut hat. Spannende Sache! Nachahmung erwünscht.

 #2 Timing ist alles

Die meisten Menschen unterscheiden täglich zwischen oberflächlichen Tätigkeiten wie dem Checken der E-Mails und tief gehenden, kreativen Tätigkeiten wie dem Lesen eines Buchs oder dem Schreiben eines Artikels. Es gibt das Sprichwort: “Oberflächliche Tätigkeiten helfen uns dabei unseren Job zu behalten, tiefgründige Arbeiten helfen uns dabei befördert zu werden”. Arbeiten mit tieferem Sinn sollten wir daher unbedingt bevorzugen und vor allem bevorzugen. Für solche Arbeiten muss man produktiv, kreativ und motiviert sein würde ich sagen. Genau deshalb sollte man solche Aktivitäten auch am Morgen ausführen. Studien zeigen, dass die Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 3 Uhr nachmittags die produktivste Zeit für uns ist. Die Zeit nach 15 Uhr ist die ideale Zeit für Routinetätigkeiten wie Termine oder Telefonate. Ich selbst kann das nachvollziehen: checke ich nämlich schon morgens meine Mails und schaue auf mein Handy, beschäftige ich mich sofort mit den Bedürfnissen anderer Menschen und meine eigenen Bedürfnisse bleiben den Rest des Tages auf der Strecke. An kreatives Denken oder gestalterische Aufgaben die Kreativität erfordern ist dann nicht mehr zu denken. Deshalb ist mir eine Morgenroutine besonders wichtig. Diese involviert neben Meditation und Bewegung auch ein entspanntes Frühstück. Danach kann ich mich voller Elan in herausfordernde Tätigkeiten stürzen um zu einer späteren Zeit Dinge wie Buchhaltung und Co zu erledigen.

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#3 To do Listen sind “wishful thinking”.

In diesem Satz erkenne ich mich selbst wieder. Meine To Do Listen sind immer elendslang. Morgens schreibe ich sie mir motiviert zusammen, versuche mich dann durchzuarbeiten um dann am Abend enttäuscht vor meiner Liste zu sitzen weil ich nur die Hälfte geschafft habe. An dieser Stelle verweise ich auf Punkt 2. Meist beginnen wir nämlich mit den einfachen, schnellen Dingen auf unserer To Do Liste. Gehen wir so vor, bleiben die wirklich wichtigen Dinge auf der Strecke. Ihr kennt das sich noch aus Schul- oder Studienzeiten oder? Man sollte eigentlich lernen ABER plötzlich findet man sich einer frisch geputzten Wohnung wieder. Im Grunde sorgen wir durch dieses Vorgehen für alles andere als Erfolgserlebnisse. Aber auch hier können wir uns gut austricksen.

  • Idealerweise legen wir schon am Vorabend unsere Prioritäten fest. Was ist wirklich wichtig? Was kann noch warten? Was muss ich eigentlich nicht wirklich machen?
  • Wenn wir uns diese Tätigkeiten außerdem zeitlich angemessen (siehe Punkt 2) in unserem Kalender eintragen – mit der effektiven Zeit die besagte Tätigkeiten in Anspruch nehmen werden – dann kommen wir gar nicht erst in Versuchung zu viel auf unserer To Do Liste stehen zu haben
  • Übrigens sollten wir immer etwas Zeit für Unvorhergesehenes einplanen!

So, ich hoffe diese kleinen aber feinen Anpassungen liefern euch ein paar neue Erkenntnisse und Strategien für euer persönliches Zeitmanagement. Solltet ihr noch Tipps auf Lager haben – immer her damit!

 

Im folgenden noch das versprochene Rezept zu DESTRESS. Kathie hätte auf ihrer Seite übrigens schon unser Hauptgericht – ein super Curry – vorgestellt. Auf UTWT findet ihr außerdem das Rezept zu der oben abgebildeten Superseed Avocado. Herrlich sag ich nur.

Wärmender Apfelcrumble mit Kokossahne 

2 Äpfel (pro Person 1/2 oder 1 Stück)

Saft einer Zitrone

reichlich frische Minze

Für den Crumble: 

30g Mandeln, gerieben

30g Braunhirse

20g Kokosraspeln

Prise Salz

1 TL Zimt

1/2 TL Kardamom

2 EL Ahornsiurp

3 EL Olivenöl

GLUTENFREI, ZUCKERFREI, LAKTOSEFREI, VEGAN – ausreichend für 2-4 Personen – je nach Portionsgröße

Die geviertelten Äpfel mit dem Saft der Zitrone, der frischen Minze vermengen und in eine Ofenform geben. Die Zutaten für den Crumble vermischen und über dem Obst verteilen. Bei 180° im Ofen für rund 20 Minuten goldbraun backen. Vorsicht, damit der Crumble nicht anbrennt.

Für die Kokossahne:

1 EL Kokosmus

Prise Vanillepulver

Saft und Zeste einer halben Limette

Wasser

Das Mus mit dem Saft der Limette, der Beste und dem Vanillepulver vermischen. Nach und nach Wasser hinzugeben bis die Creme die gewünschte Konsistenz hat. Zusammen mit dem noch warmen Crumble servieren.

Vielen Dank an Belinda Probst für die tollen Fotos. 

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