UTWT startet wieder und ein kleiner Einblick in die Gesundheit unseres Gehirns

Seit heute (21. Juni 2017) kann man sich für UNDER THE WALNUT TREE EVENT 1 MINDLOVE anmelden. Ja, richtig gehört. Wir – das wären Kathie von Kathie`s Cloud und meine Wenigkeit – starten in die nächste Runde. In diesem Jahr wird es wieder 3 tolle und gesunde Events mit uns uns unseren Special Guests geben. Diesmal kann man sogar – ganz optional – einen Tag dran hängen und einen jeweils zum Hauptevent passenden Workshop besuchen. Es ist alles wieder richtig spannend wie ich finde und wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen. Mindlove wird übrigens am 17. Juni stattfinden. Der ergänzende Workshop am 18. Juni. Und wie gesagt, ab heute kann man die Tickets ergattern. Details zum Eventablauf und Inhalt findet man übrigens hier. Und weil es so schön zum Thema passt, will ich heute ein bisschen auf unsere Gehirngesundheit eingehen. Ein Thema das bei UTWT Mindlove auch noch weiter aus den unterschiedlichsten Sichtweisen behandelt wird.

BDNF?! WTF?

Ja, genau. Also, BDNF steht für brain derived neurotrophic factor. Das ist im Grunde ein Wachstumsfaktor. Sprich, dieses Protein das zur Familie der Neurotrophine (Signalstoffe) gehört, bestimmt die Produktion von neuen Gehirnzellen und Kräftigung bereits bestehender Zellen. Wenn wir genügend dieses Proteins zur Verfügung haben, können neue Gehirnzellen gebildet werden. Eine große Menge an BDNF wird also mit einer guten Erinnerung, schnellem Lernvermögen und langsamen Altern in Verbindung gebracht. Auch hilft uns BDNF dabei beschädigte Gehirnzellen zu erneuern und ein hohes Level wird sogar mit einem geringeren Vorkommen für Depressionen verbunden. Während viele Menschen immer noch davon ausgehen, dass unser Gehirn automatisch abbaut wenn wir älter werden, wissen wir mittlerweile, dass dem nicht so ist. Ganz im Gegenteil, wir haben die Fähigkeit ständig und bis ins hohe Alter neue neuronale Verbindungen zu bilden. Vorausgesetzt unser Gehirn wird entsprechend stimuliert. Dieser Prozess der Neurogenese verbessert unsere Lebensqualität und kann sogar diverse Schäden rückgängig machen oder verbessern. Wenn wir aber ein geringes BDNF Level haben, dann erhöht sich auch unser Risiko an Alzheimer und dergleichen zu erkranken. Unsere Gehirngesundheit ist also einerseits davon abhängig wie gut sich neue Gehirnzellen bilden und in wie weit diese dann auch überleben. Im Rahmen einer herkömmlichen Neurogenese sterben bis zu 70% neu gebildeter Zellen. Bestimmte Strategien die die Neurogenese verbessern sollen, können diesen Prozentteil auf 40-60% verringern. Und im Folgenden will ich euch einige dieser Strategien vorstellen.

Brain Food

Grundsätzlich zeigt die Forschung, dass eine Ernährungsweise mit wertvollen Fetten entzündungshemmend wirkt und Neurogenese fördert. Ebenso essentiell sind Ballaststoffe sowie Antioxidantien – sprich, Pflanzen! Zu einer gehirnfreundlichen Ernährung zählen aber auch tierische Lebensmittel bester Qualität und komplexe Kohlenhydrate die den Blutzuckerspiegel relativ stabil halten. Was definitiv nicht auf der Liste der Hirnnahrung steht: Zucker, Weizen, simple Kohlenhydrate, industriell ver- sowie bearbeitete Lebensmitteln, Pflanzenöle und Frittiertes.

Blaubeeren, Omega 3 Fettsäuren, Grüntee sowie Kurkumin aus Kurkuma hingegen, haben sich bis dato als wertvolle Gehirnhelfer bewiesen und sollen laut Studien die Neurogenese verbessern können. Auch Ginkgo Biloba soll unsere Gehirngesundheit positiv beeinflussen können, das Level an BDNF erhöhen und die kognitiven Fähigkeiten verbessern. Ebenso ist ein adäquates Vitamin D Level essentiell und wenn wir uns Sonnenstrahlen aussetzen, soll unser BDNF Level steigen. Klingt alles recht machbar, oder?

Stressmanagement

Stress ist so ziemlich das Schlimmste für unser Gehirn. Das überrascht mich gar nicht. Die meisten Menschen leiden in der heutigen Zeit unter Stress und die wenigsten tun etwas dagegen. Und egal welches Buch ich lese oder in welchem Bereich der Gesundheit ich tiefer eintauche – sei es unser Darm oder unser Hormonhaushalt – Stress spielt eine riesige Rolle wenn es um diverse Erkrankungen geht. Die Medizin und die Forschung kommen aber immer mehr darauf, wie wichtig es ist, diesen Bereich nicht zu vernachlässigen. Und vor allem Meditation soll BDNF erhöhen können und vor allem bestimmte Bereiche im Gehirn kräftigen die mit Schmerztoleranz, Denkleistung, Erinnerungsfähigkeit, der Kontrolle von Emotionen und Aufmerksamkeit in Verbindung stehen. Spannend!

Schlaf

Kein Wunder, dass auch Schlaf unsere Gehirngesundheit unterstützt. Gerade erst habe ich eine junge Frau kennengelernt die ganz stolz berichtet hat, sie würde seit ein paar Monaten rund 6 Stunden Schlaf pro Nacht bekommen. Auf meine Frage ob ihr das reichen würde, meinte sie, dass es halb so wild sei und sie sich sogar darüber freuen würde. Die beiden Jahre davor hätte sie so viel gearbeitet, dass es gerade mal 3 Stunden pro Nacht waren. Heftig oder? Ich finde ja das ist ein gutes Beispiel dafür, was unsere Gesellschaft zum Teil von uns abverlangt und wie wenig Wert wir im Endeffekt auf Lebensqualität legen. Ich denke auf Dauer kann das kein Mensch durchhalten ohne dass sich der Körper irgendwann bemerkbar macht. Schlafentzug und -mangel können gewaltige gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Vor allem der tiefe, erholsame Schlaf ist besonders wertvoll. Und den können wir fördern wenn wir vor 11 Uhr ins Bett gehen, durchschlafen und ausreichend Schlaf bekommen. Wir sollen uns morgens erholt fühlen und nicht erschlagen. Nach 23 Uhr steigt übrigens unser Cortisol aka Stress Level an und sorgt dafür, dass wir nicht mehr müde sind. Ebenso essentiell ist es, sicher zu gehen, dass das Schlafzimmer so dunkel wie möglich ist um die Produktion des Schlafhormons Melatonin nicht zu stören.

Soziale Kontakte

Soziale Isolation wird mit einem geringen Level an BDNF in Verbindung gebracht. Die Interaktion mit anderen Menschen ist offenbar wertvoll für unser Gehirn. Verständlich. Ich hab erst kürzlich mit einem befreundeten Arzt gesprochen und auch dieser hat im Laufe seiner Karriere festgestellt, dass oftmals jene Menschen an Alzheimer erkranken die in ihrem Leben viele Dinge verdrängt haben, sich nicht mit sich selbst auseinandergesetzt und keine tief gehenden und ehrlichen Beziehungen mit anderen Menschen geführt haben. Ich finde das eine spannende Theorie. Und auch da kommt man wie ich finde zurück zur Meditation die ja durchaus aus die Selbstliebe und Selbstfindung, wenn man so will, fördern kann.

Soweit so gut. Oben beschriebene Tipps sind nicht zu unterschätzen. Wenn man aber mal genau hinsieht, merkt man, dass es sich dabei um die Klassiker einer gesunden und ausgewogenen Ernährungs- und Lebensweise handelt.  Was also unserer Gesundheit im Allgemeinen gut tut, tut ganz klar auch unserem Gehirn gut.

 

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