Welche Kosmetik verwende ich?

Die Frage bekomm ich ab und an gestellt. Deshalb gibt es heute mal einen Blick hinter die Kulissen. Persönlich finde ich diesen besagten Blick ja recht unspektakulär um ehrlich zu sein. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich früher geschlagene 10 Parfums, duftende Body Lotions und weiß der Kuckuck was für Produkte im Badezimmer stehen hatte. Heute reise ich leicht und komme mit ein paar Kleinigkeiten aus. Aber dazu gleich mehr.

Zuerst eine kurze Info zur Einstimmung: „Frauen die herkömmliches Make Up mit allerlei unaussprechbaren Inhaltsstoffen benutzen, nehmen rund 2,5 kg Chemikalien pro Jahr über die Haut auf.“ #bam

Eine Freundin hat mich damals auf die Inhaltsstoffe von herkömmlicher Kosmetik aufmerksam gemacht und dank Google fand ich schnell heraus wie es um meine Kosmetik stand. Nicht gut. So gut wie alles landete im Müll. Und das ist auch gut so. Wer sich jetzt denkt: „Aber das hat doch so viel gekostet!“ dem kann ich nur zustimmen. Es war schmerzhaft. Kurzfristig. Denn dann habe ich viele tolle Alternativen für mich entdeckt die mit meinem Lebensstil konform gehen und keine Chemiebomben sind. Herkömmliche Produkte mit Supermodels die die Werbetrommel dafür rühren, können nicht nur in die Irre führen sondern ganz gewaltig der Gesundheit schaden.

Nun versprechen die meisten herkömmlichen Kosmetikartikel auch noch Wunder. Von Anti-Cellulite über Anti-Falten bis hin zu gesundem, frischem und leicht gebräuntem Teint. Hinzukommt, dass solche Wunder nicht unbedingt zu einem günstigen Preis daher kommen. Und was drinnen steckt ist auch nicht ohne. Aluminium ist uns allen mittlerweile bekannt. Es steckt in vielen Deos und soll uns vor dem Schwitzen schützen. Nicht das dieser natürliche Prozess etwas katastrophales wäre. Aber gut. Aluminium sorgt dafür, dass die Poren verstopft werden und keine Toxine austreten können. Giftstoffe lagern sich dann ein und das auch noch in der Nähe der Brust. Genau deshalb steht Aluminium in Verbindung mit Brustkrebs.

Schon einmal von endokrinen Disruptoren gehört? Das sind Umwelthormone die einerseits in Pflanzen vorkommen oder synthetisch hergestellt werden. Durch sie wird die Produktion, der Transport und die Elimination unserer Hormone beeinflusst. Sie mimiken natürlich vorkommende Hormone in unserem Körper. Sind wir ihnen zu oft ausgesetzt, kann das schlussendlich zur Über- oder Unterproduktion führen und für hormonelles Ungleichgewicht sorgen. Wir sind diesen Störfaktoren recht oft ausgesetzt – ob wir wollen oder nicht. Man findet sie dank Umweltverschmutzung in der Luft, im Wasser, der Erde, in Nahrungsmitteln und diversen Produkten wie Reinigungsmitteln oder eben Kosmetika. Kennt ihr die kleinen Kügelchen in Peelings? Darf ich vorstellen: Das wäre dann BPA. BPA (Bisphenol A) ist ein weiterer Inhaltsstoff der unbedingt vermieden werden sollte und in vielen Produkten vorkommt. BPA – das ist Plastik – gehört ebenfalls zu den Pseudohormonen und sorgt dafür, dass sogenannte Xenoöstrogene in unserem Körper landen. Sie wirken wie Östrogen – eines unserer Sexualhormone – und ein Zuviel davon kann unsere Hormonbalance völlig aus dem Gleichgewicht bringen. Jetzt schmieren wir uns nicht nur reichlich Kosmetik auf die Haut die voller BPA und anderer Horror-Inhaltsstoffe ist. Vor allem in den Sommermonaten lassen wir gerne mal die Wasserflasche im Auto und trinken danach daraus – schlechte Idee! Wärme lässt die schädlichen Stoffe aus diesen Materialien nur noch mehr ins Wasser übergehen. Wenn wir das Ganze dann trinken, landet es direkt in unserem Körper. Persönlich bin ich also immer mit einer Glasflasche unterwegs.

Es würde zu weit führen, wenn ich hier all die irren Inhaltsstoffe unsrer üblichen Kosmetik aufzählen würde. Mein Tipp an dieser Stelle ist ähnlich wie mein Top-Tipp wenn es um Ernährung geht: Lest euch die Inhaltsangaben durch und hinterfragt die Message hinter dem Produkt! Und wenn ihr eine Zutat nicht kennt, hilft einem das Internet oder die App ToxFox auf die Sprünge. Die Mühe sollte man sich machen um abzuklären ob besagte Kosmetik gut tut oder eben nur falsche Tatsachen vorspiegelt. Im Grunde – so heißt es in der Naturkosmetikszene – sollte man seine Kosmetik essen können. Und wenn ich mir meine Kosmetik so ansehe, dann werde ich in Zeiten einer Zombie Apokalypse auch von meiner Kosmetik satt. #justsayin

So, nun zur eigentlichen Frage. Welche Kosmetik verwende ich?

Angefangen habe ich meinen Feldzug gegen Dove, L’oreal und Co mit super Marken im Bereich der Naturkosmetik. Dazu gehörten zum Beispiel Ringana, Caudalie, Weleda oder auch Farfalla. Zum Teil verwende ich diese Produkte immer noch. Ringana’s Zahnöl finde ich beispielsweise nicht schlecht zum Ölziehen. Farfalla hat tolle Badesalze und auch Hautöle die genial duften. Für die meisten Dinge bin ich mittlerweile aber auf eine noch simplere Version umgestiegen. Ich verwende teilweise nur noch einzelne Bestandteile aus besagter Naturkosmetik und sehr viel Öle. Keine Sorge. Die sorgen nicht für eine fettige Haut oder Haut die nicht atmen kann. Ganz im Gegenteil.

GESICHT

Zum Abschminken verwende ich Kokosöl und eine minimale Menge an natürlicher Seife von Dr. Bronner um jegliche Make up Reste zu entfernen. Als Tonic danach verwende ich gerne eine selbstgemachte Mischung aus Apfelessig (naturtrüb) und Hamamelis Wasser oder Rosenblüten Hydrolat (50:50) sowie ein paar Tropfen Teebaumöl (entzündungshemmend) welche ich mit einem Wattepad auftrage. Das wasche ich nicht ab sondern lasse es einwirken. Anschließend verwende ich ein paar Tropfen Arganöl von Primavera. That´s it. Achja, Make-up verwende ich ausschließlich von Lavera und bin sehr zufrieden damit.

BODY

Als Duschgel benutze ich besagte Seife von Dr. Bronner. Im Bereich Haarshampoo bin ich ein Fan von den Logona Produkten. Als Haarpflege habe ich aktuell ein Naturprodukt aus Bali welches aus Kokosöl, Aloe Vera und ätherischen Ölen besteht. Ich mische mir aber auch gerne ein eigenes Produkt aus Rosenblüten Hydrolat, ein paar Tropfen Arganöl und ätherischen Ölen wie Lavendel und Rosmarin zusammen. Rosmarin ist übrigens genial gegen eine juckende Kopfhaut oder Haarausfall. Meine dazumals duftenden Body Lotions habe ich gegen Kokos-Shea Butter getauscht. Diese vermische ich täglich mit rund 2 Tropfen eines unterschiedlichen ätherischen Öls. Meine Favoriten für unter Tags: Pfefferminze und Zitrone. Und abends bin ich ein Fan von Lavendel. Ein paar Tropfen Pfefferminz Öl trage ich auch gerne in den Nacken oder auf die Schläfen auf wenn ich Kopfweh oder Verspannungen habe. Tipp: testet die Verträglichkeit von ätherischen Ölen zuvor immer auf eurer Arminnenseite und verwendet nicht zu viel davon.

SONSTIGES

Zum täglichen Ölziehen, verwende ich meist simples Kokosöl. Rein theoretisch könnte man Kokosöl auch als Zahnpasta verwenden. Es wirkt antibakteriell und ist weit entfernt von den Chemiebomben die wir uns sonst so auf die Zahnbürste schmieren. Aktuell verwende ich noch die Marken Logodent oder Terra Natura bei der Zahnpasta. Wobei einer meiner nächsten Schritte sein wird auch die Zahnpasta selber zu machen. Ich mag Produkte wie Kokosöl die ich für den Körper, zum Abschminken und Ölziehen nutzen kann. 3 in 1em sozusagen. Ich benutze übrigens eine abbaubare Zahnbürste aus Bambus mit der ich sehr zufrieden bin. Die Marke ist Hydrophil. Produkte wie Peelings mache ich ebenso gerne selber wenn ich sie benötige. Dazu mische ich etwas Kokosöl mit feinen Salzkörnern oder Kaffee. Außerdem benutze ich regelmäßig eine Art Sauna-Bürste und massiere damit meinen Körper um die Durchblutung anzuregen. In Sachen Deo war ich lange auf der Suche nach einer natürlichen aber effektiven Option. Mittlerweile bin ich fündig geworden. Ich verwende Axilla von Black Chicken Remedies. Das gibt es leider nur in Australien und ich lasse mir davon einmal im Jahr eine größere Menge einfliegen. Nicht besonders nachhaltig aber dafür effektiv. Herkömmliche Parfums kann ich mittlerweile nicht mehr riechen. Ich mische mir meist selbst einen Duft zusammen. Dazu verwende ich etwas Alkohol sowie Wasser und füge dem Ganzen eine Mischung an ätherischen Ölen bei. Orange ist hier mein Favorit.

Das war es wirklich. Wie gesagt, ich bin ein Fan von diversen fertigen Produkten sofern sie der Naturkosmetik entsprechen, mische aber auch gerne selbst zusammen und konzentriere mich auf die Basics. Ich bin immer offen für Tipps und Empfehlungen – nur her damit.

 

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2 Kommentare

  • Reply
    Karin
    5. März 2017 at 8:26

    Danke für deinen Blick hinter die Kulissen 🙂 Ich kann dir das Buch „The Glow – Naturkosmetik selber machen“ von Anita Bechloch empfehlen. Liebe Grüße Karin

    • Reply
      Eva
      6. März 2017 at 19:16

      Hallo liebe Karin. Vielen lieben Dank für den super Tipp! GlG, E

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