Des Kaisers Schmarrn nur eben zuckerfrei!

Meine Wenigkeit nimmt aktuell an ein paar Wettbewerben teil. Grundsätzlich war ich noch nie wirklich erfolgreich darin etwas zu gewinnen. Wie auch immer – ausprobieren tut man es halt trotzdem. Mir fällt auf, immer mehr Veranstaltungen und Bewerbe bei welchen man eigene Rezepte einreichen kann, legen Wert auf regionale und vor allem heimische Küche. Ich find das extrem toll – zurück zu den Wurzeln sozusagen. So stand ich also gestern in der Küche und hab mir überlegt was ich denn nicht alles kredenzen könnte. Die traditionelle Küche in Österreich stimmt jetzt nicht unbedingt ganz mit meiner persönlichen Ernährungsphilosophie überein. Deswegen gibt es meist abgewandelte Versionen – so wie in diesem Fall. Kaiserschmarrn gehört ja schon ewigst zur Österreichischen Küche und war nebenbei bemerkt ewig eines meiner Lieblingsgerichte. Laut Wikipedia gibt es viele Legenden um die Entstehung des Kaiserschmarrn. Soviel ist sicher, es hat mit Kaiser Joseph I. zu tun. Meine Lieblings-Story? Das Kaiserhaus hatte klarerweise einen eigenen Koch und der hat wiedermal ein neues Dessert für die werte Kaiserin Elisabeth (Sissi) kreiert. Ihr hat das aber nicht wirklich gemundet (wobei das schwer vorstellbar ist) und Kaiser Joseph I. hat sich dem Schmarrn mit den Worten  „Na geb’ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammenkocht hat“ angenommen. Wie selbstlos von ihm. In diesem Sinne, probiert doch mal meinen zucker- und glutenfreien Schmarrn aus. Eine andere Version gäbe es dann noch hier. Ja, ich war einst wirklich ein großer Kaiserschmarrn Fan – daher auch die vielen Versuche. Dieser hier ist wenn ihr mich fragt aber auch ein total leckeres und schnell zubereitetes Frühstück. Ausprobieren!

Kaiserschmarrn mal wieder anders – eine gluten- und zuckerfreie Variante!

Für den Teig:
 200ml Hafermilch
100g Buchweizenmehl
1Tl Vanillepulver
1 EL Honig

2 Handvoll Rosinen

Für den Rest: 
etwas Ghee zum Anbraten
1 EL Macapulver (Staubzuckerersatz, Energielieferant, Hormon-Booster)
2 EL Honig
Zitronenschale einer halben ungesprizten Bio-Zitrone

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGETARISCH (vegan bei Bedarf – einfach den Honig gegen Ahornsirup und die Ghee gegen Kokosöl austauschen) – ausreichend für 2 Portionen, Zubereitungszeit 15 Minuten.

Die Zutaten für den Teig gut miteinander vermengen. Anschließend den Teig in mehreren Schritten in die heiße Pfanne füllen. Zuvor etwas Ghee darin zerfließen lassen. Sobald der Teig eingefüllt ist, ein paar Rosinen darauf verteilen und wenden sobald die Unterseite etwas fester wird. Den Teig zerstückeln, zur Seite stellen und mit dem Rest des Teigs genau gleich fortfahren.

Sobald der Teig komplett verarbeitet ist, kann der Schmarrn eventuell nochmals in der Pfanne erwärmt werden und anschließend auf Tellern verteilt werden. Jeweils noch rund 1 EL Honig, etwas Macapulver und geriebene Zitronenschale über dem Schmarrn verteilen und genießen.

An Alle die dieses Rezept schon probiert haben & gescheitert sind: da war der Hund drinnen. Zahlensturz oder so! Sorry! Die Angaben zu den Zutaten sind nun korrigiert. Irren ist menschlich.

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7 Kommentare

  • Reply
    Eva
    5. August 2015 at 20:19

    Hallo liebe Marina. Danke, dass du dir die Zeit für so einen ausführlichen Kommentar nimmst. Du hast natürlich Recht – ich hab mich in der Eile vertippt. Bitte entschuldige! Es sind natürlich 100g Mehl und 200ml Milch gemeint. Da war beim Übertragen vom Rezeptbuch auf den Blog wohl echt ein Zahlensturz involviert. Mehl hab ich aber auch noch nie in ml abgewogen. Grundsätzlich kann man bei diesem Rezept aber nicht viel falsch machen. Buchweizenmehl und Hafermilch oder Milch deiner Wahl mischen bis das Ganze einen cremigen Teig ergibt, anbraten und fertig. Buchweizenmehl hat natürlich einen anderen Geschmack als Weizen- oder auch Dinkelmehl. Mir persönlich schmeckt es aber sehr gut, deshalb hab ich es auch auf meinem Blog gepostet. Vor allem das Ganze mit der Zitronenzeste und dem Honig kommt bei meinen Bekannten und Freunden richtig gut an. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich. Vielleicht probierst du es ja nochmal mit den richtigen Angaben. Was übrigens auch richtig gut funktioniert ist wenn du diese Teigbasis anstelle der süßen Zutaten mit Kräutern würzt und das Ganze mit Räucherlachs oder auch Mozzarella und Spinat anrichtest. Der Teig ist recht vielseitig. Aber wie gesagt, man muss Buchweizen mögen. Liebe Grüße, Eva

    • Reply
      Marina Huber
      6. August 2015 at 7:16

      Liebe Eva,

      Vielen Dank für deine schnelle Antwort!
      Ich probier ihn ganz bald nochmal aus.
      Ich mag Buchweizen sehr gerne, genau den “anderen” Geschmack lieb ich nämlich. Als Pfannkuchen ausgebacken, wäre es bestimmt genial gewesen, nur als Kaiserschmarrn hat er mir nicht so zugesagt… Aber ich geb ihm auf alle Fälle nochmal ne Chance, ich hab nämlich die Zitronenschale und den Honig obenauf weggelassen und ihn mit Apfelkompott gegessen und vll wäre das das gewisse Etwas gewesen :-)

      Liebe Grüße,
      Marina

      • Reply
        Eva
        6. August 2015 at 8:54

        Gerne doch! Ja, als Pfannkuchen mach ich das Ganze auch oft. Im Grunde genau das gleiche Rezept. ;) Aber Zitronenschale und Honig sind ein Muss für den Schmarrn. Hab ihn gestern extra nochmal gemacht und selbst mein Freund war begeistert von der Geschmackskombination. Und das will was heißen. ;) Alles Liebe, Eva

  • Reply
    Tami D.
    15. August 2015 at 20:35

    Liebe Eva,

    mein Freund, absoluter Kaiserschmarren Fan fragte mich während der Zubereitung ob ich denn nicht einfach den gängigen Teig diesmal machen kann und dass obwohl er dem industriellen Zucker vor langer Zeit entsagt hat.
    Ich war baff- So ein Kaiserschmarren Fan ist er, dass er seine Prinzipien übern Haufen schmeißen würde. ;-)

    Jedoch blieb ich bei der Zubereitungsart. Machte dazu einen Marillen-Orangen-Röster mit Ahornsirup und Nelken und verzierte das ganze noch mit Brombeeren oben drauf.

    Fazit vom absoluten Kaiserschmarren-Fan: “zum hineinlegen!”

    Danke für das tolle Rezept – du hast uns echt eine Freude damit gemacht. :)

    • Reply
      Eva
      15. August 2015 at 21:12

      Also das freut mich jetzt aber besonders. Vielen lieben Dank für dein Feedback. Und wenns einem solchen Kaiserschmarren-Fan schmeckt, dann heißt das wohl echt was. DANKE! :) Und deine Idee mit Marillen Orangen Röster und Nelken klingt hervorragend. Muss ich auch ausprobieren. Vielen lieben Dank und alles Liebe! :)

  • Reply
    Emanuela
    6. Juni 2017 at 20:51

    hallo, ist mit Vanillepulver – Puddingpulver gemeint? danke und lg Emanuela

    • Reply
      Eva
      7. Juni 2017 at 11:28

      Hallo liebe Emanuela! Nein, mit Vanillepulver ist tatsächlich das Innere der Vanilleschote gemeint. Völlig naturbelassen. Wenn du keines hast, dann kannst du es aber auch weglassen. Ganz lieben Gruß, Eva

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