Die Sache mit dem Stress Management und der ewigen Suche nach Balance!

Kommt nix wirklich von nix oder kommt nix eigentlich von zu viel? Hä? Keine Sorge – ich versuche diesen Gedankengang zu erklären. 

Ein jeder von uns hat verschiedenste Glaubenssätze in sich verankert die in vielen Bereichen des Lebens unser Tun und Handeln bestimmen. Wie sich rausstellt, gehöre ich zur Fraktion „von nix kommt nix“ – das heißt in mir ist der Gedanke verwurzelt, dass ich so viel wie möglich leisten muss um Erfolg zu haben. Ergo, lade ich mir neben einem Vollzeitjob auch noch zahlreiche weitere Projekte auf. Die sollen dann natürlich auch in einem strikten Zeitrahmen erledigt werden – eh klar. Frei nach dem Motto was könnte ich denn noch alles auf die „To Do Liste“ packen – kann diese logischerweise eher selten eingehalten werden. Im Endeffekt sitze ich dann da, habe das Gefühl gar nix erreicht zu haben und mache mir selbst unglaublichen Druck und Stress. Conclusio: von nix mag vielleicht nix kommen, von zu viel kommt aber noch viel weniger! So toll es ist viele Projekte und Ideen zu haben – Motivation und Inspiration treiben einen schließlich an – so wichtig ist es auch Balance zu finden.

Wie finde ich Balance?

Ich bin da ja selbst kein Experte in Sachen Stress Management, habe aber erst kürzlich ein paar super Ratschläge zum Thema bekommen die mir unglaublich geholfen haben – ein paar davon möchte ich heute mich euch teilen. Abgesehen davon: Ernährung, Bewegung  und seelisches Wohlbefinden spielen allesamt eine enorme Rolle wenn es um unser Wohlbefinden geht. Ein ganzheitlicher Ansatz der all diese Bereiche einbindet – darum geht es schließlich auf Individualisten.at!

Also, zuerst gilt es mal abzuwägen ob es sich bei unserem Tun um eine innere oder äußere Motivation handelt. Sprich, tue ich die Dinge für mich und mein Wohlbefinden oder gibt es andere Motivatoren? Münzen wir das Ganze mal auf die Ernährung um: versucht man ständig erfolglos abzunehmen, kann es doch sein, dass einem das vermeintliche Traumgewicht nur von äußeren Einflussfaktoren wie dem gängigen Schönheitsideal einsuggeriert wird. Selbst mag man vielleicht gar nicht so davon überzeugt sein und schon sabotiert das liebe Unterbewusstsein die Diätversuche. Kraft der Gedanken und so …

Wissen ist Macht!

Ich habe eine weitere Theorie und mein Fallbeispiel dreht sich wieder um Ernährung: weiß man eimal Bescheid wie schlecht Aspartam und Co für den Körper sind und hat durchschaut wie toll man sich fühlt wenn man einen leckeren Quinoasalat verspeist, dann kann man diese Tatsache nur schwer ignorieren und Schritt für Schritt schleichen sich immer mehr neue und gesunde Lebensmittel in die eigene Ernährung ein und das eher schlechte Zeug wird zur Randerscheinung. Logisch irgendwie! Es dreht sich alles um unser Bewusstsein. Machen wir uns bewusst was uns Kraft gibt und was uns Kraft nimmt, fällt es uns leichter Balance und Wohlbefinden zu erlangen. Ich beispielsweise muss ab und an mal raus an die Natur und im wahrsten Sinne Kraft tanken. Fehlt mir das, leidet meine Arbeit darunter.

Kleine und realistische Etappenziele vs. einem großen Endziel

Ich lese aktuell drei Bücher, will diese natürlich so schnell wie möglich abschließen, komme durch diesen selbst auferlegten Stress aber bei keinem der guten Stücke wirklich weiter (Überraschung!). Folgenden Rat habe ich bekommen und finde den großartig: in meinem Fall ist das große Ziel ein 300 Seiten Buch in 2 Wochen zu lesen ziemlich unrealistisch. Warum also nicht ein kleines Ziel stecken und jeden Abend einfach nur 5 Seiten des Buches lesen (oder in meinem Fall je 5 Seiten von jedem meiner 3 Bücher = 15 Seiten pro Abend). Das ist machbar und führt zu einem Erfolgserlebnis wenn ich mein Ziel erreiche, zu einem noch größerem Erfolgserlebnis wenn ich dann sogar 6 Seiten von jedem Buch lese! Diese Buch-Metapher kann natürlich auf jede Lebenslage umgemünzt werden: 1 Lernabend pro Woche ist leichter einzuhalten als 4 Lernabende. 2 mal Sport ist leichter einzuhalten als 5 mal in die Turnschuhe zu springen, sich ab und an Schoko zu erlauben ist leichter als dem Ganzen für immer abzuschwören … und so weiter!

Hallo Schlendrian!

Ihr kennt folgendes Szenario bestimmt: man sitzt vorm Fernseher, kann das Ganze aber überhaupt nicht genießen weil man doch eigentlich lernen, arbeiten oder Ähnliches sollte. Schnell folgt der Spruch: jetzt ist es auch schon egal und aus einem netten Film wird ein ganzer Fernsehtag. Ich beschreibe so ein Szenario gerne als meinen Schlendrian. Der schleicht sich vor allem dann ein wenn ich eigentlich ganz etwas anderes zu tun hätte und erkämpft sich seinen Platz in meinem Leben. Warum also nicht gleich den Schlendrian einladen, ganz bewusst Zeit für sich im Terminkalender eintragen, diese auch wirklich nutzen, das Ganze in vollen Zügen genießen und dann auch noch dazu stehen? Gibt man dem inneren Schlendrian nämlich etwas Zeit, fallen andere Aufgaben schon etwas leichter. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Schokolade die niemals gegessen werden darf. Ein solch asketisches Verhalten ist schier unmöglich, der „jetzt ist es auch schon egal“ – Effekt ist vorprogrammiert und ein Rückfall nicht zu vermeiden. Sich bewusst ein bisschen Spielraum für den gelegentlichen Genuss einzuräumen, verhindert schlechtes Gewissen und führt so zu einem gesunden Maß an Kontrolle.

Ob es nun ums Essen oder um das Zeitmanagement geht – identifiziert man den Grund für das eigene Handeln, macht sich bewusst was zum Wohlbefinden fehlt, steckt sich realistische Ziele und lässt dann auch noch Raum für Flexibilität – dann steht der guten Balance fast nichts mehr im Weg. FYI – nobody is perfect. Fällt man also einmal in alte Muster ist das keine große Sache. Das Leben ist ja nicht immer gleich – wäre auch ziemlich langweilig. Manchmal kommt es halt zu Komplikationen. No big deal! Gelegentlicher Kontrollverlust gehört zu jeder Veränderung dazu und lässt uns im Grunde nur wachsen und erlaubt es uns laufend dazu zu lernen.

Wusstet ihr das sich Erfolg und Wohlbefinden aus 4 Lebensbereichen zusammensetzen?

Arbeit – Beziehungen – Körper & Gesundheit – Spiritualität & Selbstverwirklichung 

Es ist oft gar nicht so einfach die Balance zwischen all diesen Lebensbereichen zu finden. Aber lässt man sich mal auf den Gedanken ein, muss man zugeben, dass der ein oder andere Aspekt leidet wenn man sich beispielsweise nur auf die Arbeit konzentriert. Wirklich effizient und vor allem glücklich kann man schließlich nur dann sein, wenn man auch anderen Lebensbereichen etwas Aufmerksamkeit schenkt und ab und an mal Prioritäten setzt die eben nicht mit der Arbeit oder sozialen Verpflichtungen zu tun haben. Weiß man also, dass Arbeitsstress zu vermehrtem Schoko Konsum führt, gönnt man sich eventuell öfter mal ein schönes Bad oder einen langen Spaziergang.

Persönlich finde ich folgenden Tipp noch ziemlich hilfreich: notiert euch für jeden der 4 Lebensbereiche eure Wünsche und Ziele. Vergleicht das Ganze mit der IST-Situation und denkt über Möglichkeiten nach welche für ein bisschen mehr Balance zwischen den einzelnen Aspekten sorgen könnten. Ich habs selbst ausprobiert und fühl mich dadurch allein schon viel ausgeglichener.

Außerdem …

8 Stunden Schlaf unterstützen unseren Körper dabei mit Stresssituationen besser umzugehen und Veränderungen lockerer entgegen zu blicken.
Meditation, Zeit für sich selbst, ein Vision Board und/oder ein kleines Buch in welchem man Gedanken nieder schreiben kann, sind unglaublich hilfreiche Stress-Management Werkzeuge die ein jeder von uns ganz locker durchführen kann.
Langsame aber effiziente Bewegungsarten in Form von Yoga, Pilates oder Tai Chi sind vor allem in stressigen Situation hilfreicher als so manches Power-Workout im Fitness Studio. Letzteres kann nämlich zur vermehrten Cortisol Ausschüttung führen. Cortisol ist unser Stresshormon und von dem haben wir in einer schwierigen oder eben stressigen Lebenslage ja eigentlich schon genug.
Geht gar nichts mehr kann man seinen Körper zusätzlich unterstützen. Die Wunder-Wurzel Ashwagandha (Schlafbeere) oder ein bisschen Magnesium sowie ein Vitamin B Komplex können tolle Helfer in stressigen Situationen sein.

Bildquelle: pixabay.com

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