Die Sache mit der Milch – gesund oder nicht?

Dieses Thema beschäftigt mich doch schon seit einiger Zeit: MILCH – gesund oder nicht? Wohl kaum ein Lebensmittel ist so umstritten wie dieses. Die Einen sagen Milch gehört allein wegen dem Kalzium schon täglich auf den Speiseplan. Die Anderen wiederum meinen Milch ist nichts für den Menschen weil, 1. wer mag dem Kalb schon die Muttermilch klauen und 2. kein anderes Säugetier konsumiert selbst im Erwachsenenalter noch Milch. Ich habe also mal etwas Recherche-Arbeit geleistet und hab so einiges rausgefunden …

Zuerst mal: Wie läuft das in der 0/8/15 Milchproduktion so ab?

Also, Kuh bekommt Kalb und die Milchproduktion läuft auf Hochtouren. Davon hat Kalb ein paar Tage (unter manchen Haltungsbedingungen auch länger) was, dann wird es ziemlich bald von der Mutter getrennt. Mama Kuh hört deshalb aber noch lange nicht auf Milch zu produzieren und der gute Bauer zapft eben die für den Eigengebrauch ab. Mama Kuh gibt rund ein Jahr Milch und ein paar Monate nach der Geburt wird die gute Kuh gleich wieder besamt. Das läuft allerdings weniger spaßig ab als wir uns das vielleicht für die Kuh wünschen würden. Ein Bulle ist da nämlich nur von der Ferne involviert. Wie auch immer, während Mama Kuh also immer noch Milch produziert ist sie auch schon wieder mit dem nächsten Nachwuchs schwanger. Ergo – die Kuh gibt das ganze Jahr hindurch Milch. Klingt stressig oder? Vor allem weil das ganze Prozedere ziemlich auf die Hormone und Gesundheit der Kuh schlägt. Nach ungefähr 3 Schwangerschaften wird sie deshalb auch in Rente geschickt und landet über kurz oder lang am Teller. Manchen Kühen wird allerdings auch eine Stillpause gegönnt. Das Endergebnis ist dennoch das Gleiche. Man mag sich fragen was mit dem Kalb passiert? Naja, hier ziehen die Männlein mal den Kürzeren und werden zuerst ziemlich gemästet und dann schnell zu Kalbsschnitzel verarbeitet. Die weiblichen Kälber dürfen sich auf eine Karriere als Milchkuh freuen. Die kann sich vorwiegend im Stall abspielen oder – wenn sie Glück hat – sieht so eine Milchkuh in besserer Haltung auch schon mal eine Weide. Die Haltungsbedingungen in der Milch- und Fleischproduktion können natürlich von Bauer zu Bauer und Land zu Land unterschiedlich sein. Ziemlich interessant finde ich, dass sich die Menge der Milch welche eine Kuh gibt seit den 50er Jahren verdreifacht hat. Gezielte Züchtung in der Milch Branche hat dafür gesorgt, dass die Euter der Kuh um ein vielfaches größer sind als “normal”. Natur pur also.

Erst kürzlich habe ich einen Artikel gelesen in dem geschildert wurde, dass die Milchbranche es aber auch nicht gerade leicht hat. Milchbauern in unseren Breitengraden produzieren eigentlich viel zu viel Milch und sind daher vom Export abhängig. Afrikanische Bauern freuen sich darüber ganz besonders wie man sich vorstellen kann. Die Weltmarktpreise für Milch sind ziemlich am stagnieren. Unseren Bauern bleibt also nicht wirklich viel. Kein Wunder also, dass es Hochleistungskühe benötigt die an die 7000 Liter Milch pro Jahr geben. Billig und viel ist die Devise. Während die Nachfrage nach Bio-Milch zwar steigt, ist es nicht einfach auf Bio umzustellen. Die Erzeugungskosten, das Mehr an Land das für die Produktion benötigt wird und die Auflagen die dazu kommen gehen ins Geld. Keine leichte Branche!

Eigentlich vertragen wir ja keine Milch

Der in der Milch enthaltene Milchzucker (Laktose) kann von uns Erwachsenen nicht wirklich verdaut werden. Uns fehlt das Enzym Laktase welches die Spaltung des Zuckers zur Folge hat. Besagtes Enzym steht uns eigentlich nur im Kindesalter zur Verfügung. Dann brauchen wir es nämlich um die Muttermilch optimal aufzunehmen. Fehlt es uns allerdings dann später und der Dünndarm hört auf es zu produzieren, kann die Laktose nicht mehr vom Darm aufgenommen werden, sie verweilt im Dickdarm wo sie mit Hilfe zahlreicher Bakterien zu den verschiedensten Verdauungsbeschwerden führen kann. Stellt sich die Frage, warum wir überhaupt erst auf die Idee gekommen sind Milch zu konsumieren und schließlich auch zu zahlreichen Produkten wie Butter und Co zu verarbeiten?! Forscher fanden raus, dass der Ursprung im Bereich Rumänien und Ungarn liegt. Mit dem Aufkommen der Landwirtschaft wurde dort die Milch der Nutztiere problemlos konsumiert. So konnte man Ernteausfällen trotzen. In Europa hat sich unser Körper über die Jahre im Großen und Ganzen an den Konsum von Milch gewöhnt und die Milchverträglichkeit hat sich ausgebreitet. Vor allem in den nördlich gelegenen Ländern wie Irland oder Skandinavien wird Milch auch heute noch besser vertragen. Im Süden hingegen – not so much. Verträgt man Milch, kann dies trotzdem als Mutation bzw. Gendefekt bezeichnet werden. Immer noch haben viele von uns eine eigentlich völlig “natürliche” Unverträglichkeit. In Asien beispielsweise verträgt kaum ein Mensch Laktose. Logisch irgendwie. Dort gab es auch eine ganz andere Entwicklung in der Landwirtschaft.

http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/laktoseintoleranz-informationen-symptome/ethnische-betrachtung-laktoseintoleranz.html

Quelle: Nahrungsmittel-Intoleranz.com

Die moderne vs. alte Milch 

Ich muss ja aufpassen, dass ich nicht zu weit aushole, sonst kann ich gleich ein Buch über Milch schreiben. Also komm ich gleich zum Punkt: die Milch die wir heute konsumieren – die aus dem Tetrapack – hat rein gar nichts mit der eigentlichen Milch zu tun die unsere Vorfahren konsumiert haben und die ihnen über ihre Ernteausfälle hinweg half. Sorry! Warum?

Eine glückliche Kuh könnte rund 20 Jahre alt werden, würde sich frei auf der Weide bewegen und dabei gemütlich Löwenzahn, Klee und Gras verspeisen. Milch geben würde sie wenn sie ein Kalb hat, welches dabei an nicht überdimensionierten und vor allem nicht entzündeten Eutern nuckelt.

Die moderne Kuh aus konventioneller Haltung wird im Schnitt gerade mal 5. Sie isst etwas Heu und Gras sowie extra zusammengestelltes Kraftfutter aus Getreide, Mais, Soja, Proteinen, Fetten, Vitaminen und Zucker. Sie muss ja schließlich ziemlich ackern. Da tut der Löwenzahn einfach nicht mehr. Nachdem pro Jahr rund 750 Millionen Tonnen Milch produziert werden und pro Kopf in Europa 300 Liter verschlungen werden, ist eine weltweite Tierhaltung mit Auslauf und natürlichem Futter vermutlich auch etwas unrealistisch. Die moderne Ernährungsweise der 0/8/15  Kuh hat auf jeden Fall zur Folge, dass das Tier krank wird und Entzündungsherde im Körper entwickelt. Getreide verträgt die Kuh nämlich eigentlich gar nicht. Ebenso muss für den Anbau des ganzen Kraftfutters selbst der gute Regenwald herhalten. Von der Qualität des Futters und den Antibiotika-Rückständen in der Milch will ich hier gar nicht erst anfangen.

Erwiesenermaßen ist also die Milch von der Weidekuh gesünder und enthält weitaus mehr Omega 3 Fettsäuren als die Milch der Kraftfutter-Kuh. Bio-Milch schneidet in dem Fall aufgrund der Haltungsvorschriften mit Weidegang auch besser ab. Das schlägt sich zwar im Geschmack nieder, wenn es um die Nährstoffe geht, bringt sich das nur auch nicht wirklich viel – man lese weiter.

Die Sache mit der Rohmilch

Früher kannte man den Ursprung der Milch genau. Vermutlich wusste man sogar den Namen der Kuh die eben diese produzierte. Heute muss man damit rechnen, dass in einem Tetrapack die Milch von gleich mehreren Kühen aus verschiedensten Bundesländern zusammengepanscht wurde. Aufgrund der Hygienebedingungen und Fettangst der Bevölkerung wird sie dann nicht nur erhitzt (pasteurisiert), geschleudert (homogenisiert) sondern wird ihr auch gleich noch das Fett und in manchen Fällen sogar die Laktose entzogen. Das Fett in der Milch könnte übrigens dabei helfen Vitamine besser aufzunehmen und würde laut einiger Studien sogar im Umgang mit Diabetes und dem allseits ersehnten Gewichtsverlust helfen. Milch soll außerdem weitaus besser verträglich sein wenn sie ihren kompletten, natürlichen Fettgehalt hat. Außerdem gilt immer: wenn Fett entzogen wird, wird künstlich Zucker beigemischt, sonst schmeckt es nämlich nach nichts. Wie auch immer, durch das Homogenisieren der Milch spalten sich dann auch noch die Fettkügelchen und die Mich rahm nicht mehr auf. Bei naturbelassener Milch würde sich der Rahm nämlich oben absetzen. Es gibt Quellen die besagen, dass dieser Prozess der Grund ist warum die einst so verbreitetete MilchVERträglichkeit zurück geht und immer weniger Menschen in unseren Breitengraden Milch vertragen. Durch das starke Erhitzen der Milch werden dann jedenfalls auch noch jegliche Bakterien abgetötet und durch besonders starke Erhitzung die Milch haltbar gemacht. Außerdem wird das Enzym Laktase welches bei der Verdauung von Laktose  (dem Milchzucker) helfen soll durch diesen Prozess gespalten. Die nützlichen Milchsäurebakterien, Verdauungshelfer und zahlreiche Vitamine gehen hier logischerweise flöten. Wenn ihr mich fragt, hat das mit Milch im eigentlichen Sinn nichts mehr zu tun. Omega 3 kann ich mir auch von Leinöl holen.

Alternativ zur stark bearbeiteten Milch gibt es selbstverständlich auch noch Rohmilch. Die wurde früher quasi direkt vom Euter getrunken und wird auch heute noch unbehandelt abgefüllt. Allerdings wird man dieses Naturprodukt nur mehr selten finden. Wie in so vielen Branchen, haben auch hier die großen Konzerne einfach die Überhand. Außerdem wird der Handel mit Rohmilch stark vom Staat eingeschränkt. In Österreich darf sie beispielsweise nur mit dem Vermerk “Vor dem Verzehr abkochen” verkauft werden und ist in Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder anderen Institutionen mit Gemeinschaftsversorgung (Altenheime) nicht erlaubt. Logisch irgendwie. Die Gefahr einer Verunreinigung mit schlechten Bakterien ist bei rohen Produkten nun einmal gegeben. Wenn man Rohmilch also erwerben will, dann wird man sie am ehesten in Bioläden finden. Diese werden ab und an von kleinen, heimischen Bauern mit Milch von glücklichen und grasgefütterten Kühen beliefert. Rohmilch ist also ein ziemlich natürliches, fett- sowie vitaminreiches und weitaus nachhaltigeres Produkt als die in Massen produzierte Milch aus dem Packerl. Nun gibt es Leute die hier einen Panikanfall bekommen und vor lauter Bakterienangst die Flucht ergreifen. Andere wiederum meinen, diese Milch sei die Gesündeste überhaupt und bezeichnen sie sogar als Superfood. Was stimmt?

Beides. Damit Rohmilch auch so gesund ist und voller Vitamine steckt, sollte die Kuh natürlich reichlich Gras und Heu futtern, gut gehalten werden und auch mal auf die Weide dürfen. Außerdem sollte der Bauer sauber arbeiten. Genau deshalb werden Rohmilch-Produzenten auch sehr stark kontrolliert. Auf diese Art und Weise produzierte Rohmilch steckt dann voller Nährstoffe, Vitamine, guter Bakterien für unseren Darm und gilt als absoluter Immunsystem-Booster. Es gibt übrigens auch Studien die sagen, dass Kinder die regelmäßig Rohmilch trinken weitaus weniger oft Asthma und Allergien entwickeln als Kinder die keine Rohmilch trinken. Weiters ist die Darmgesundheit dank Rohmilch und der enthaltenen gesunden Bakterien besser und JETZT KOMMTS: selbst rund 80% der Menschen mit einer LaktoseUNverträglichkeit haben nach dem Konsum von Rohmilch plötzlich keine Beschwerden mehr. Interessant oder?

Jeder muss sich hier natürlich sein eigenes Bild machen und für sich entscheiden ob Rohmilch das Richtige in seiner oder ihrer individuellen Situation ist. Ich persönlich konsumiere selten Milchprodukte. Einzig meine Rohmilch-Butter und das gelegentliche Rohmilch-Joghurt von glücklichen Bio-Kühen darf ab und zu nicht fehlen. Achja, und Bio-Parmesan kommt auch hin und wieder auf den Teller.  Geschmacklich sind diese Bio- bzw. Rohmilch-Produkte im Übrigen sensationell und kein Vergleich zu herkömmlichen Produkten.

Brauchen wir Milchprodukte überhaupt? 

Immer wieder heißt es, dass wir Milchprodukte benötigen um genügend Kalzium aufnehmen zu können. Im Grunde stimmt das aber nicht wirklich. Phosphor stört die Aufnahme von Kalzium im Körper. Das Verhältnis von Phosphor und Kalzium in Milchprodukten ist teils so ungünstig, dass Letzteres nicht wirklich gut verwertet werden kann. Das trifft vor allem auf Käse zu. Immer mehr Studien besagen, dass der Konsum von Milchprodukten nicht notwendig ist um Knochenbrüche und Osteoporose zu vermeiden. Ganz im Gegenteil. Regelmäßiger Milchkonsum soll sogar eher negative Auswirkungen auf den Körper haben. Die Aufnahme von Kalzium über Gemüse (vor allem grünes Gemüse und auch Hülsenfrüchte) soll weitaus besser klappen als via Milch. Außerdem ist Vitamin D sehr wichtig um Kalzium verwerten zu können. Reichlich in die Sonne zu gehen und ab und an Fisch oder auch Wild zu konsumieren kann hier also nicht schaden. Einer Studie der Harvard School of Public Health zu Folge wird unsere Ernährungspyramide zu stark von der Lebensmittelindustrie beeinflusst und Milch sei kein notwendiges Lebensmittel. Ganz im Gegenteil. Zu viel Milchprodukte können das Risiko verschiedener Krebserkrankungen erhöhen. Zu viel Milchprodukte sind außerdem starke Säurebildner, können somit auch Ursache von Entzündungsherden sein und werden vermehrt mit Hautproblemen in Verbindung gebracht. Weiters profitieren all jene mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten davon (herkömmliche) Milchprodukte aus der Ernährung zu streichen. Mehr zur sogenannten FODMAPS Ernährung findet ihr hier.

Mein persönliches Fazit:

Milch und Milchprodukte sind keine Grundnahrungsmittel.

Herkömmliche 0/8/15 Milch aus konventioneller Haltung sowie daraus entstandene Produkte sind nicht nur unnötig sondern aufgrund der Tierhaltung, Tierfütterung, Verarbeitung und dem negativen Effekt auf unsere Umwelt völlig unnatürlich und können in größeren Mengen sogar unserer Gesundheit schaden.

Wer seine Darmgesundheit als Argument für den Konsum von Joghurt und Co verwendet, findet eine tolle Alternative in eingelegtem Gemüse oder Wasserkefir. Wer Kalzium als Argument für Milchkonsum verwendet, soll einfach mehr grünes Gemüse essen!

Bio-Milchprodukte sind definitiv eine bessere Wahl als Produkte aus konventioneller Herstellung.

Rohmilch und Rohmilchprodukte von biologischen, glücklichen Kühen die auf heimischen und vor allem sauberen Höfen produziert werden, sind die gesündeste und natürlichste Art Milch zu konsumieren. Mal abgesehen vom besseren Geschmack und der potentiellen Superfood-Qualitäten. Hier muss sich jeder selbst ein Bild machen und vor allem auf den eigenen Körper hören.

Die Produktion herkömmlicher Milch lässt auf Tierhaltung und daraus entstehende Produkte im Allgemeinen schließen. Was ich tue: ich esse eben solche Lebensmittel mittlerweile selten. Wenn, dann lege ich auf gute Qualität wert und achte darauf, dass sie von kleinen, heimischen Bauern meines Vertrauens stammen. Hier habe ich bereits über die Vorteile von solchen Ab Hof Lieferanten geschrieben.

Wer braucht Milch wenn es Pflanzenmilch gibt? Hierzu gibt es in ein paar Tagen einen Bericht mit zahlreichen (kostengünstigen) Rezepten. Pflanzenmilch muss nämlich nicht immer aus Nüssen bestehen. Wobei, dazu hätte ich hier ein Rezept.

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16 Kommentare

  • Reply
    charlotte
    8. Februar 2016 at 14:12

    Ein SUPER Beitrag, danke dafür!
    Wenn du über Pflanzenmilch schreibst, würde ich mich sehr über einen Hinweis zum Wasserverbrauch der jeweiligen Nüsse freuen. Gerade die beliebte Mandel verbraucht dank der Bewässerungspolitik der amerikanischn Mandelplantagen sagenhafte 8000 Ltr./kg. Vielleicht gibt es heimische Anbauer für Haselnüsse oder wenigstens europäische Mandelplantagen? Das würde mich sehr interessieren.

    Liebe Grüße
    Charlotte

    • Reply
      Eva
      8. Februar 2016 at 16:32

      Danke dir liebe Charlotte! Danke auch für den super interessanten Hinweis. Das werd ich versuchen aufzugreifen. #staytuned :) Liebe Grüße, Eva

    • Reply
      Pascal
      9. März 2016 at 16:36

      Wahrscheinlich wird da Dinkel-, Hafer- oder Reismilch entsprechend positiver ausfallen.
      Aufgrund der Bestäubungstechnik in den USA (Bienenschwärme die hin und her gefahren werden / Ausbeutung von Bienen) sind die Mandeln auch gerade in der Diskussion.

  • Reply
    Meta
    9. Februar 2016 at 23:26

    Hallo, das sind wirklich sehr interessante Informationen. Das Kalzium in der Milch ist ja unter anderem auch dafür verantwortlich, dass das Eisen aus anderen Nahrungsmitteln schlecht aufgenommen werden kann (Porridge mit Kuh-Milch zum Beispiel ist auch hinsichtlich der Eisenaufnahme ungünstig). Weißt du, ob Pflanzenmilch auch bei der Eisenaufnahme Vorteile gegenüber der Kuhmilch bietet? Viele Grüße, Meta

    • Reply
      Eva
      10. Februar 2016 at 12:01

      Hallo Meta! Danke dir! :) Ja, das stimmt tatsächlich. Die Eisenaufnahme aus diversen Lebensmitteln kann durch eine Kombi mit Milch oder auch beispielsweise Rotwein gehemmt werden. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung sollte das jetzt nicht so ins Gewicht fallen. Deine Eisenaufnahme kannst du aber durch Vitamin C aus Erdbeeren, Brokkoli, Zitronen etc. verbessern. Im Fall der Pflanzenmilch: Hafer und Buchweizen sind tolle Eisenlieferanten. Buchweizen enthält aber auch etwas Oxalsäure und das kann die Aufnahme von Eisen wieder hemmen. Nachdem du den Buchweizen aber einweichst, abspülst, vielleicht sogar keimen lasst, könnte sich dieser Effekt aber verringern. Je nachdem für was du deine Getreidemilch verwendest, könntest du die Eisenaufnahme durch etwas Vitamin C haltiges Obst oder einen Schuss Zitronensaft noch verstärken. Hoffe das hilft dir weiter. Liebe Grüße, Eva

  • Reply
    Lisa
    18. Juli 2016 at 20:37

    Hallo, danke für den Ausführlichen Artikel, der, finde ich, die Milchwirtschaft sehr gut und objektiv beschreibt. Ich selber und meine Familie konsumieren aber Kuhmlichprdukte. Ehrlich gesagt wahrscheinlich aus Gewohnheit. Milch pur eher weniger, aber Käse, Joghurt Obers und etwas Butter. Leider habe ich für die Kinder noch keine Alternative Pflanzenmilch (Mandelmilch, Reismilch, Sojamilch, Hafermilch) gefunden, die sie als Kakao auch trinken. Denn sie schmecken den Unterschied. Wenn du da Tipps hättest freue ich mich. Lg Lisa

    • Reply
      Eva
      21. Juli 2016 at 16:37

      Hallo Lisa! Schwierig. Mit dem Geschmack von Milch kann man Pflanzenmilch schwer vergleichen denk ich. Hanfmilch mit Kakao und etwas Honig oder Ahornsirup find ich persönlich recht gut. Aber an sich ist Milch ja nicht so das Problem. Ich denke es kommt auf die Balance an. Ich würde dir aber den Tipp geben, bei Milch unbedingt auf die Qualität zu achten: vielleicht kannst du einen Bio-Bauern ausfindig machen der Rohmilch verkauft oder Rohmilch-Naturjoghurt und Butter. Der Geschmack ist um ein Vielfaches besser und die Milch liefert dann tatsächlich wertvolle Nährstoffe. Ich bekomm solche Sachen immer am Bauernmarkt. Hoffe das hilft dir weiter. Liebe Grüße, Eva

  • Reply
    anniway
    12. September 2016 at 11:50

    Tolle Seite, komme aus dem Lesen gar nicht mehr raus. ;) Was sagst du denn zu Ziegen- oder Schafsmilchprodukten?

    • Reply
      Eva
      12. September 2016 at 11:58

      Hallo! Das freut mich. Danke. :) Ziegen- und Schafmilchprodukte sind meiner Meinung nach die bessere Option als Kuhmilchprodukte. Sie sind der menschlichen Muttermilch nämlich am ähnlichsten und für viele Menschen besser verträglich. :) Hoffe das hilft. Lieben Gruß, Eva

  • Reply
    Romana
    24. Mai 2017 at 11:06

    Hey,

    danke für diesen interessanten Artikel! Mir wurde von einem Bauern erzählt, der Milch von seinen nicht “enthornten” Kühen verkauft. Witzgerweise hatte er beobachtet, dass sie dadurch viel besser verträglicher ist und selbst Menschen mit Laktoseunverträglichkeit kein Problem haben sie zu trinken. Er geht davon aus, dass im Horn wichtige Substanzen abgelagert werden, wie auch Giftstoffe, sodass die Milch verträglicher ist. jfyi :) Wär interessant ob es dazu Studien gäbe… LG

    • Reply
      Eva
      24. Mai 2017 at 12:08

      Hallo Romana,

      danke dir für die Info. Ich hab auch schon mal von sowas gehört. Macht ja eigentlich Sinn wenn man drüber nachdenkt. Von Studien weiß ich aber leider nicht. Danke für den Input und lieben Gruß, Eva

  • Reply
    Wolfgang
    7. September 2017 at 8:11

    Für mich ist der Genuß von Milch und Milchprodukten absolut tödlich. Das gilt aber auch für alle anderen tierischen Nahrungsmittel. Die Frage ist, warum ist es bei mir so? Die Anwort: Ich hatte einen Vater, der aus Statusgründen kein Obst und Gemüse essen wollte. So mußte meine Mutter für ihn 3 x täglich irgendetwas aus Schinken, Speck, Sahnetorten, Steaks, Wurst, Butter, Käse, Fisch usw. servieren. Sie aß es ebenfalls, weil es ebenfalls ihr Lieblingsessen war. Als sie schwanger war (zweieiige Zwillingsschwangerschaft), wurde ich mit Abbauprodukten aus der tierischen Nahrung wie Purine, Harnsäuren, Xanthine usw. extrem belastet. Ebenso auch aus den Stoffwechselprodukten meiner Mutter, meines Zwillingsbruders und von mir selbst. Dadurch bekam ich einen pränatalen Schaden, jedoch nicht mein stärkerer Zwillingsbruder. Wahrscheinlich war mein Zwillingsbruder einige Wochen früher befruchtet worden. Als ich auf die Welt kam, war meine Haut extrem zerkratzt, weil der Körper versuchte, über die Haut die Giftstoffe los zu werden. Ich kratzte mir im Mutterleib die Gifte von der Haut ab! Da ich starkes Untergewicht hatte, mußte ich im Krankenhaus verbleiben. Da fütterte man mich mit Kuhmilch. Dadurch verlor ich noch mehr Gewicht und nach einen halben Jahr lag ich im Sterben. Meine Mutter holte mich aus Verzweiflung aus den Krankenhaus. Auch sie fütterte mich mit Kuhmilch, die ich wegen des extrem widerlichen Geschmacks gleich wieder in ihr Gesicht spuckte. So gab sie mir Tee und Fruchtsäfte. Auf diese Weise habe ich erst einmal überlebt. Doch meine Leidenstour dauerte noch weitere 17 Jahre. Mein Vater diktierte, was auf den Tisch kommt wird gegessen. Ich war schwer krank und so quälten mich die Ärzte mit ihren Giftzeug fast zu Tode, weil sie nicht wußten, was los war. Als ich 17 Jahre alt war, wog ich bei einer Körpergröße von 180 cm nur 34 kg! Dann bekam ich Krebs und lag wieder im Sterben. Als ich einer Ärztin rauspressen konnte, daß ich nur noch ein paar Tage zu Leben hatte, platzte mir der Kragen. Ich hatte die besserwisserliche Gängelei und Uneinsichtigkeit meiner Eltern und hoch arroganten Ärzte satt! Ebenso das extrem widersprüchliche, unwissenschaftliche medizinisches System mit seinen religiösen Dogmen. Ich verließ das Krankenhaus, weil ich mich im Wald wohler fühlte, als bei den ständig nörgelnden feisten Krankenschwestern, den jeder Handschlag zu viel war. Für die letzten nur noch sehr wenigen Lebenstage wollte ich endlich Obst und Gemüse essen! Widerwillig erfüllte meine Mutter mir diesen Wunsch und ich wurde gesund! Es stellte sich heraus, daß ich ausgerechnet das Lieblingsessen meiner Eltern nicht vertragen konnte, weil ich die Abbauprodukte wie Harnsäure usw. nur sehr schlecht im Körper los werde. So vergifte ich mich langsam durch tierische Nahrungsmittel, was tödlich sein kann. Da jedoch diese Nahrungsmittel für mich sehr extrem widerlich schmeckten, hatte ich, so oft es ging, diese heimlich in der Toilette wieder ausgespuckt. Es war mir unmöglich, dieses extrem widerliche Zeug hinunter zu würgen! Als ich durch Obst und Gemüse gesundete, hatte ich die Erkenntnis, daß der Geschmack, der Appetit und die Instinkte genau das regeln, was wir benötigen.
    Das war ein sehr wichtiges Schlüsselerlebnis, was mir weitere Erkenntnisse bescherte.
    Als ich anfing nach meiner eigenen Facon zu leben, wurde ich immer mehr gesund und nahm auch zu. Selbst der Krebs verschwand innerhalb von sechs Wochen, da er das Ergebnis einer Schädigung ist, wo es nichts zu bekämpfen gibt, sondern wo man sein ganzes Leben in Ordnung bringen muß. Meine uneinsichtige Mutter brauchte 30 Jahre, um zu verstehen, daß meine eigenen Erkenntnisse richtungsweisend waren und diese mir zur Genesung verholfen hatten. Heute bin ich über 70 Jahre alt und seit den 8.10.1963, wo ich 17 Jahre alt war und meine gesundheitliche Wende hatte, nie wieder krank geworden, weil ich seit jenem Tag täglich vier Stunden in meine Gesundheit und mein Wohlbefinden investiert habe und meine eigenen Erkenntnisse umsetzte, die auch täglich mehr wurden, und wo auch Erkenntnisse Anderer mit einflossen. Ich bin auch nur sehr wenig gealtert, so daß die Mitmenschen oft annehmen, daß ich erst 35 bis 40 Jahre alt bin! Wenn sie den Personalausweis sehen, sind sie geschockt! Ich bin schlank, jugendlich gebaut, sehr gelenkig und noch nicht einmal alterssichtig! Ich habe sogar noch nicht einmal ein einziges graues Haar! Das ist meine Rache an die Ärzte und Pharmazeuten, die bei mir arbeitslos werden. Noch heute geht es mir von Tag zu Tag besser, so daß die Wahrscheinlichkeit zu erkranken gegen Null strebt. Selbst meine geistigen Fähigkeiten nehmen zu und verbessern sich! Es gibt bei mir keinen altersbedingten Abbau! Selbst alle Zähne sind noch in Ordnung und kann damit Haselnüsse knacken! Ich will nie wieder in die Situation kommen, in der ich vor 54 Jahren einmal war! Mein Wunsch ist, daß Ärzte und die Pharmazie untergehen, da wir sie nicht brauchen und deren produzierter Müll in unseren Körper nichts zu suchen hat. Sowohl künstliche Ersatzteile, Hormone, oder Drogen, da Krankheiten kulturelle Ursachen haben! Selbst genetische und angeborene Schäden, wo dann die Nachkommen die Sünden ihrer Vorfahren oft ein Leben lang ausbaden müssen! Mein pränataler Schaden war und ist irreversibel, jedoch kann ich diesen in seinen Auswirkungen zum Glück umgehen!

    • Reply
      Eva
      8. September 2017 at 13:01

      Vielen Dank für den Einblick in dein Leben. Einmal mehr beweist es wie wertvoll ein Sinn für unsere Gesundheit und ein Bewusstsein für Ernährung und Wohlbefinden sind. Lieben Gruß, Eva

  • Reply
    Julia
    14. August 2018 at 21:55

    Liebe Eva, was ist mit der Aufnahme von Vitamin B12? Ich hab selbst einige Jahre vegan gelebt, bin dann aber gesundheitlich an die Grenze gestoßen, da ich Vitamin B12 nicht supplementieren wollte. Da würde mich deine Meinung doch mal interessieren…
    liebe Grüße, Julia

    • Reply
      Eva
      14. August 2018 at 22:31

      Du meinst meine Meinung zu B12 im Allgemeinen? Das wäre was für einen ganz eigenen Beitrag. Grundsätzlich meine ich, dass viele von uns einen B12 Mangel haben der zum Teil nicht diagnostiziert ist, da oft nur im Serum getestet wird und nicht nach bestimmten Markern gesucht wird die viel aussagekräftiger sind. B12 Mangel kann ziemliche gesundheitliche Folgen haben. Insofern kann ich verstehen, dass man als Veganer ohne B12 zu supplementieren irgendwann an die Grenzen stößt. Bei B12 meine ich ist es auch relevant zu beachten wie gut der Darm funktioniert und ob das Vitamin ausreichend aufgenommen werden kann. Auch gibt es Genvarianten die die Aufnahme einschränken können. Will man über die Ernährung ausreichend aufnehmen, wird man um tierische Produkte wie Austern, Muscheln, Leber nicht rum kommen. Meiner Meinung nach. Hoffe das beantwortet dir deine Frage. LG, Eva

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