Energie-Booster: Matcha-Maca Latte und ein paar Worte zum Superfood “Matcha”

Ich gehöre zu einer kleinen Gruppe an Menschen die keinen Kaffee trinken – eine Minderheit könnte man fast sagen. Wäre nicht so als hätte ichs nicht probiert: als 7-jährige wurde mir mal Kinderkaffee serviert und schon der hat bei mir leichten Würgreiz ausgelöst. Seither hab ich keinen Kaffee mehr angeührt – ob in Eis-, Zuckerl- oder sonstiger Form.

Ich bin halt eher ein Kakao-, Tee- und vor allem Grüntee-Liebhaber. Vor allem der Geschmack von sogenanntem “Matcha” hats mir ziemlich angetan. Der Herstellungsprozess dieses Tees ist extrem aufwändig. Grüntee Blätter werden dazu auf spezielle Art und Weise für einige Wochen gelagert, gedämpft, getrocknet und danach schließlich zu einem feinen, giftgrünen Pulver vermahlen. Seit Ewigkeiten ist Matcha Tee fester Bestandteil der japanischen Teekultur und wird als hochwertiges Gut gehandelt. Im Rahmen einer traditionellen Tee Zeremonie wird das Pulver mit einem Bambus Beserl in Wasser eingerührt, dabei gibt es laut meiner Recherchen auch eine bestimmte Rührrichtung und offenbar ist sogar eine Form von Meditation involviert.

Während ich sehr gerne an einer traditionellen Tee Zermonie teilnehmen würde, kann ich derzeit weder ein Bambus Beserl mein Eigen nennen, noch meditiere ich beim Tee kochen. Noch nicht – aber wer weiß?! Wie auch immer, die Zubereitung von Tee und der anschließende Konsum kann dennoch zu einem entspannenden Ritual werden und vor allem zu einer kleinen aber feinen Zeit der Ruhe. Nicht umsonst hat die Teekultur im asiatischen Raum einen so unglaublich hohen Stellenwert. Von den verschiedensten Techniken der Zubereitung bis hin zu den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen der Teeblätter – in unserer von Stress geprägten Gesellschaft könnten wir von dieser Liebe zum Detail einiges lernen. Wer also mit der Zubereitung von einem traditionellen Matcha-Tee vertraut ist, der möge mir verzeihen, denn die vorliegende Kreation hat damit vermutlich nur wenig gemein. Im Geschmack überzeugt der Matcha-Maca Latte dafür umso mehr – außerdem ist er mit Liebe zubereitet. Das zählt immerhin auch.

Matcha ist im Übrigen genauso wie Maca ein ziemliches Superfood. Der Grüntee enthält reichlich Chlorophyll und Antioxidantien. Außerdem hat er aufgrund der enthaltenen Aminosäuren einen entspannenden Effekt auf unser Gehirn und dank dem Gehalt an Koffein unterstützt uns das grüne Pulver dabei zu fokussieren. Eigentlich die perfekte Kombi für eine Meditation. Kein Wunder also das traditionell das Eine mit dem Anderen kombiniert wird. Ein weiterer Vorteil von Matcha Grüntee ist, dass man das komplette Teeblatt konsumiert und dieses nicht nur mit heißem Wasser überbrüht – wie bei herkömmlichem Teekonsum üblich. Aufgrund dessen ist Matcha weitaus nährstoffreicher. Im Gegensatz zu dem Koffein im Kaffee wird der Anteil im Grüntee auch langsamer an den Körper abgegeben und sorgt so für langanhaltende Energie.

Aufgrund der aufwändigen Herstellung ist Matcha allerdings ziemlich teuer. Persönlich kaufe ich meinen Tee im gut sortierten Asia-Laden meines Vertrauens. Dort ist der Preis um einiges erträglicher und der Geschmack des Grüntees haut mich auch um – probieren geht aber über studieren. Testet verschiedene Produkte und Marken und entscheidet euch für euren Favoriten bei welchem das Preis-Leistungs Verhältnis stimmt.

Wer auch kein großer Fan von Kaffee ist, und daher nicht sonderlich an Koffein gewöhnt ist, startet vielleicht lieber erst mit einem halben TL Matcha in diesem Latte. Für alle Kaffee Liebhaber die bei ihrem Konsum vielleicht etwas zurückschrauben wollen oder das Ganze einfach mal ein bischen aufpeppen möchten – dieser Latte wird euch munden!

Ihr braucht für dieses Matcha Rezept:

1 große Tasse Hafermilch

1 gehäufter TL Matcha Grüntee

1 gehäufter TL Macapulver

je 1/2 TL Kurkumapulver und Ingwerpulver

1 TL Honig oder auch Ahorn- bzw. Reissirup als vegane Alternative

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGAN (bei Bedarf)

Keine Sorge, ihr müsst euch nicht genau an diese Zutaten halten. Man kann ganz nach Geschmack variieren und ausprobieren.

Die Hafermilch langsam erwärmen, die Gewürze und Pulverchen mit einem Schneebesen einrühren und das Ganze kräftig umrühren und schaumig schlagen. Die Milch nicht zu sehr erhitzen, anonsten gehen die tollen Inhaltsstoffe von Maca und Co flöten.

Ich hoffe ihr genießt diesen “Tee” und nehmt euch ein bisschen Zeit für euch selbst wenn ihr ihn anrichtet! Enjoy.

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3 Kommentare

  • Reply
    Julie
    28. Mai 2015 at 8:15

    Liebe Eva,

    dein Blog ist super, bin auch drauf und dran mich in die vegan Richtung zu begeben,
    bzw. vegetarisch oder auch basisch zu essen. Hab da auch schon Basenfasten gemacht,
    tut auch sehr gut.

    Freue mich weiterhin auf deiner Seite zu sein, übrigens habe gestern entdeckt.

    Einen wunderschönen sonnigen Tag

    Brigitte

    • Reply
      Eva
      28. Mai 2015 at 8:43

      Hallo Brigitte! Vielen lieben Dank. Freu mich das du da bist! :) Ich denke eine ausgewogene Balance für sich zu finden ist wirklich der beste Weg. Ich esse auch noch ab und an Fleisch oder Fisch wenn mir danach ist. Ansonsten kann man wenn du mich fragst nicht genug Kräuter und buntes Gemüse in der Ernährung haben. :) Alles Liebe und einen ebenso schönen Tag.

  • Reply
    salt and the city teilnehmer: ihre kochtöpfe | zwergenprinzessin kocht!
    28. Mai 2015 at 19:01

    […] eva trinkt keinen kaffee, aber matcha latte. da habe ich mich selbst noch nicht rangetraut. aber vielleicht bald […]

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