Ist Fett gut oder schlecht für uns?!

Unser Körper braucht Fett, gesundes Fett. Rund 30% unserer Nahrung sollte aus gesunden Fetten stammen! Ohne diese können wir nicht funktionieren. Allein unser Gehirn besteht aus rund 70 % Fett. Gute Fette gehören zu einer ausgewogenen Ernährung und liefern uns nicht nur Energie, unterstützen unser Immunsystem, sondern ermöglichen uns auch die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen im Darm. Auch für unseren Hormonhaushalt ist gutes Fett ausschlaggebend. Hormone bestehen nämlich zu einem großen Teil aus Fettsäuren. Führen wir unserem Körper zu wenig davon zu, kann er nicht genug Hormone produzieren. Außerdem unterstützen wir mit dem Konsum von guten, gesunden Fetten unsere Haut, Haare, Nägel, Augen und wir sind länger satt, haben weniger Bedürfniss nach Zucker, sind glücklicher. Außerdem benötigen wir Fett in unserer Nahrung als Energiequelle, um überhaupt erst Fett in unserem Körper zu verbrennen.

Das Problem ist nur, Fett ist nicht gleich Fett!

Fette bestehen aus Triglyceriden, die entweder kurzkettig, mittelkettig oder langkettig sein können. Dies bezieht sich auf die unterschiedliche Länge von Kohlenstoffatomen im Fett. Diese Atome sind immer miteinander verbunden. Sind sie einfach miteinander verbunden, bedeuted dies, dass das Kohlenstoffatom mit Wasserstoffatomen besetzt wird. Dabei handelt es sich dann um gesättigtes Fett. Treten aber Doppelbindungen auf, fehlt das Wasserstoffatom und es handelt sich um ungesättigtes Fett bzw. um einfach oder mehrfach ungesättigtes Fett.

Zahlreiche Informationen und Theorien stehen uns zur Verfügung wenn es um Fett geht. Gesättigte Fettsäuren sind schädlich und ungesättigte Fettsäuren wie Sonnenblumenöl sind gut für uns. Aktuelle Studien zeigen aber, dass es genau umgekehrt ist.

Hier ein kurzes Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=v8WA5wcaHp4

Was also essen und von was die Finger lassen?

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind Omega 6 (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Maiskeimöl, Distelöl) und Omega 3 (Leinsamen-, Walnussöl und Fisch). Grundsätzlich wird heute 20 mal mehr Omega 6 als Omega 3 verzehrt. Genau hier liegt auch das Problem. Ist Omega 3 aus biologischen Quellen gut und wichtig für uns, sollten wir bei unserem Omega 6 Konsum gewaltig zurückschrauben.

In der Natur kommt Omega 6 in Getreide oder Mais vor. Allerdings wird aber Mais und Getreide industriell verarbeitet bis nur mehr das Öl übrig bleibt. Das wird dann meistens auch noch extrem erhitzt, wo es schließlich freie Radikale und Giftstoffe bildet. Um dem zu entkommen bedeutet das: 1. auf industriell hergestellte Nahrungsmittel wie Chips und dergleichen zu verzichten, da diesen hauptsächlich Omega 6 Fette begefügt werden. 2. heißt es vor allem zu Frittiertem nein zu sagen – hierzu wird nämlich meist Sonnenblumenöl oder dergleichen verwendet das schließlich extrem heiß sein muss, um ein gewünschtes Frittier-Erlebnis zu erzielen.

Transfette sind gehärtete Pflanzenfette, enorm verändert und in erster Linie in industriell hergestellter Nahrung wie Margarine, Frittiertem, Lebensmitteln mit elendslangem Haltbarkeitsdatum zu finden – diese Nahrungsmittel sind grundsätzlich zu meiden! In der Natur kommen Transfette in minimalen Mengen auch in tierischen Produkten wie Milch vor – diese können von unserem Körper aber grundsätzlich gut verarbeitet werden. Einzig problematisch sind dabei lediglich industriell hergestellte Lebensmittel.

Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in Tierprodukten und tropischen Ölen wie Kokosnussöl zu finden. Letzteres ist eines der besten Fette überhaupt und beliefert den Körper mit sofortiger Energie, ohne dabei den Insulinspiegel zu beeinflussen. Einfach ungesättigte Fettsäuren in beispielsweise Avocados, Nüssen, Oliven-Öl, Avocado-Öl, Macadamia-Öl sind tolle Fettquellen für unseren Körper.

Vor allem bei den Ölen gilt aber, diese niemals zu erhitzen und darauf zu achten Öle zu wählen, deren Herstellung schonend erfolgte, sprich ohne Hitze und am besten kaltgepresst! Die wenigsten Öle sollten zum kochen verwendet werden, da bei diesem Prozess freie Radikale frei gesetzt werden. Öle und Fette die ohne weiteres stark erhitzt werden können sind: Kokosnussöl, Ghee, Butter und Schmalz. Olivenöl sollte, wenn unbedingt zum kochen erwünscht, überhaupt nur leicht erhitzt werden – also nicht unbedingt zum frittieren verwenden oder noch besser: gar nicht erst frittieren!

Persönlich hole ich mir meine gesunden Fette vorwiegend durch Avocados, Nüsse oder gesunde Öle, wie Olivenöl, Kokosnussöl und durch das gelegentliche Stück Fleisch oder Fisch. Bei Transfetten und Frittiertem verweigere ich mich. Gesunde Fette tun unserem Körper in Maßen ausgesprochen gut. Heutzutage werden leider vielen Nahrungsmitteln die wichtigen Fette entzogen. Oftmals werden diese dann mit Zucker ersetzt. Was ich darüber denke kannst du hier lesen.

Auch beim Fett trifft wieder zu, dass die Natur immer richtig liegt! Unbehandelte Lebensmittel natürlichen Ursprungs triumphieren über vom Menschen veränderte und verpackte Nahrungsmittel.

FUN FACT: Gesättigte Fettsäuren sollen zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führen und ungesund sein?! Die Maasai glauben, dass Gemüse für Kühe ist und ernähren sich täglich von unbehandelter Kuhmilch sowie pro Person von rund 1 kg Fleisch und trinken Blut wenn sie etwas zu feiern haben. Dennoch haben Maasai Stämme die niedrigsten Cholesterin Werte ever.

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2 Kommentare

  • Reply
    h.j.liquor
    14. Januar 2015 at 18:36

    Falsche Klischees
    Zudem zeigt die Studie, dass viele Klischees über die Ernährung der Massai nicht zutreffen. Entgegen historischer Berichte essen diese Menschen nicht vorrangig Fleisch und Blut, sondern der Anteil pflanzlicher Nahrung liegt deutlich über 50 Prozent. Zum Frühstück trinken Massai stark gesüßten Milchtee, tagsüber und abends basiert die Ernährung auf Mais und Milch.

    Die Wissenschaftlerin Nadja Knoll betont jedoch, dass ihre Studie auf das Ende der Trockenzeit fiel. In der deutlich kürzeren Regenzeit könnten die Ergebnisse anders ausfallen, denn die Tiere der Massai geben dann mehr Milch. Diese wird in Flaschenkürbissen zu einem joghurtähnlichen Getränk fermentiert. Fleisch werde nur selten verspeist, sagt Knoll: “Ein Rind schlachten die Massai höchstens zu rituellen Feiern.”

    http://science.orf.at/stories/1648482/

    • Reply
      Eva
      14. Januar 2015 at 18:59

      Vielen Dank für den interessanten Link!

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