Mein Lieblings-Superfood: Braunhirse und ein Müsli Rezept!

Viele von uns kennen herkömmliche Hirse, besser bekannt als Goldhirse. Die kleinen, gelben Kügelchen werden gekocht und dann zu Müsli oder sonstigen Gerichten verarbeitet. Ein weiteres Mitglied der Hirsefamilie ist die sogenannte Braunhirse. Sie unterscheidet sich von der Goldhirse insofern, weil sie nicht geschält wird. Ungeschält ist die Braunhirse für uns Menschen aber unverdaulich. Daher wird Braunhirse heute vorwiegend als fein vermahlenes Mehl angeboten und wird so als Nahrungsergänzungsmittel in roher Form über Müslis gestreut oder auch gerne in Backmischungen verwendet. In Mehlform ist die Hülle der Braunhirse stark zerkleinert und so können wir die wertvollen Nährstoffe darin ideal aufnehmen. Soweit so gut.

Was Braunhirse aber zu einem Superfood macht ist ihr unglaublich riesiger Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen. Neben der Tatsache das dieses Getreide entzündungshemmend wirkt und glutenfrei ist, enthält es unter anderem Magnesium, Eisen, Zink, B-Vitamine und Silicium. Letzteres ist der Mineralstoff schlechthin für schöne Haut, Haare und Nägel. 100g Hirse enthalten schon 500mg Silicium. Rund 30mg Silicium am Tag können schon unseren täglichen Tagesbedarf decken – das wären somit in etwa 6g Braunhirse. Silicum ist außerdem für ein starkes Bindegewebe sowie flexible Knochen zuständig. Erkrankungen wie Arthose und auch die unbeliebte Cellulite können lt. Erfahrungsberichten durch dieses Superfood verbessert werden. Hinzukommt, dass Ballaststoffe wie in Braunhirse und Goldhirse enthalten, sich positiv auf Blutfette sowie den Cholesterinspiegel auswirken können.

Auch Vollkornbrot, Haferflocken, Datteln oder Spinat enthalten etwas Silicium. Unser Tagesbedarf an dem Mineralstoff wird somit bei einer ausgewogenen Ernährung locker gedeckt. Dennoch kann es nicht schaden dem Superfood Braunhirse etwas Platz einzuräumen und es ab und an (1-2 EL) über Müslis oder ins Joghurt zu mischen. Ich persönlich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass sich etwas Braunhirse in meiner Ernährung sehr positiv auf mein Hautbild auswirkt. Probiert es selbst aus und startet am besten gleich mit meinem aktuellen Lieblings-Müsli.

Tipp für Sportler: Kieselerde wird im Sport gerne supplementiert um Bänder zu stärken und Verletzungen vorzubeugen. Kieselerde besteht vorwiegend aus Silicium und das ist ja wie oben beschrieben in ausreichender Menge auch in Braunhirse und auch anderen Lebensmitteln enthalten. Eine ausgewogenen Ernährung ist hier also von großem Vorteil und kann das Schlucken von Tabletten ersparen.

Für das Müsli benötigt ihr:

100g Haferflocken

50g Gojibeeren

2 gehäufte EL Braunhirse

1 TL Zimt

1,5 EL Kokosöl

1,5 EL Ahornsirup (oder weniger)

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGAN

Ausreichend für 2 Portionen.

Vermischt alle Zutaten miteinander und geht sicher, dass die Haferflocken gut und gleichmäßig mit dem Kokosöl und Ahornsirup bedeckt sind. Packt das Ganze in eine Auflaufform und lasst es für rund 10 Minuten im Ofen bei 180° backen. Zur Halbzeit kurz umrühren. Auskühlen lassen und genießen.

Das könnte dir auch gefallen

8 Kommentare

  • Reply
    Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter
    15. Juli 2015 at 5:45

    Hallo Eva, hab vielen Dank für Dein Müsli Rezept und den Braunhirse Tipp!
    Eine Frage hätte ich da: warum muss das Müsli in den Ofen, kann ich es nicht auch so essen?
    Viele Grüße! Julika

    • Reply
      Eva
      15. Juli 2015 at 9:19

      Hallo Julika! Sehr gerne. :) Ich geb das Müsli gerne in den Ofen weil dadurch das Kokosöl schmilzt und sich mit dem Ahornsirup vermischt und das macht das Ganze etwas knuspriger. Roh hab ich es noch nie probiert – sollte aber auch gut funktionieren und schmecken. In dem Fall würd ich einfach weniger Kokosöl verwenden. Alles Liebe, Eva

  • Reply
    david
    10. Dezember 2016 at 2:38

    vielen dank für das kreative rezept ;) eine frage hätte ich aber noch! bleiben durch die hitze all die nähr- und mineralstoffe erhalten? falls die frage blöd ist, bitte um entschuldigung aber ich ess die braunshirse gegen lichter werdendes haar und will die volle power nutzen :D

    • Reply
      Eva
      10. Dezember 2016 at 23:35

      Hallo David! Danke für deinen Kommentar. Gute Frage! Soweit mir bekannt ist, sollte das mit der Braunhirse in dem Rezept kein Problem sein. Vorwiegend betrifft das bestimmtes Gemüse welches beim Kochen mit hohen Temperaturen schon mal an Vitaminen verlieren kann (wenn auch nie gänzlich) oder Nährstoffe ins Kochwasser übergehen können. In manchen Fällen ist es aber auch so, dass sich Nährstoffe durch Hitze erst entfalten. Um ganz sicher zu gehen, würde ich Braunhirse mal in der Ursprungsform und mal in diesem erwärmten Rezept konsumieren. Die Abwechslung macht es aus. Da kannst du nicht viel falsch machen und die Vielfalt der Braunhirse immer noch optimal für dich nutzen. Hoffe das hilft dir weiter. Lieben Gruß, Eva :)

  • Reply
    Birgit Wessmayer
    13. Juni 2017 at 21:34

    Wird die Braunhirse für das Müsli gemahlen?

    • Reply
      Eva
      13. Juni 2017 at 23:37

      Ja, genau! Ich kaufe hierzu Braunhirse Mehl. Lieben Gruß, Eva

  • Reply
    Juliane
    14. Juli 2017 at 20:14

    Hallo Eva,
    kann ich statt Kokos- auch Leinöl o.ä. nehmen? Hast du einen Tipp?
    LG

    • Reply
      Eva
      14. Juli 2017 at 21:17

      Hallo Juliane! Leinöl würde ich nicht nehmen. Das soll nicht erhitzt werden und ist nicht sehr stabil (immer kühl lagern). Alternativ könnte Butter funktionieren. Olivenöl könnte auch gehen und verleiht dem Ganzen vielleicht sogar einen spannenden Geschmack. :) Lieben Gruß, Eva

    Hinterlasse eine Antwort

    Melde dich für den Individualisten Newsletter an!