Naturkosmetik Workshop und homemade Gelsenspray!

Wenn man mal damit anfängt sich mit Ernährung auseinander zu setzen, dann kommt mit der Zeit auch das Interesse für andere Dinge die zum eigenen Wohlbefinden beitragen. Neben Meditation und regelmäßiger Bewegung war für mich der Umstieg von konventioneller Kosmetik auf Naturkosmetik einer der wichtigsten Punkte.

Für meine Mama war Kosmetik immer eine Form von Luxus. Was ja auch völlig OK ist. Ihre Einstellung hat sich dann irgendwie auch auf mich übertragen. Und so gehörte ich stets zur Fraktion: nach dem Duschen mit reichlich Duschgel wird sich schön mit duftender Body Lotion eingeschmiert, dann kommt noch die erfrischende Gesichtscreme, das blumig riechende Deo, der Spray um die Haare schön glatt zu machen und, und, und. Ging mir einmal die Body Lotion aus und mein Körper erhielt nicht seine tägliche Dosis Chemikalien – na dann hatte ich das Gefühl mir zieht irgendwer die Haut nach hinten und es reißt gleich alles – so trocken hat sich das dann angefühlt!

Was genau ist eigentlich in deiner Kosmetik?

Genauso wie ich es im Bereich der Ernährung gemacht habe, fing ich schließlich auch bei meinen Kosmetikartikeln an zu hinterfragen was genau denn da eigentlich drinnen ist. Kaum einen Zusatzstoff konnte ich zuordnen oder gar korrekt aussprechen. Google sei Dank, erhielt ich schnell die nötigen Antworten. Formaldehyd kannte ich bisher nur aus einer meiner Uni-Vorlesungen: Gerichtsmedizin. Das hat mich schon mal ziemlich stutzig gemacht. Dann wurde es aber erst richtig lustig: Aluminium, Paraffin, Talkum, Sodium Lauryl Sulfat und so weiter. Ein Ergebnis nach dem anderen schockierte mich mehr. Warnhinweise vor diesen teils Krebs verursachenden, freie Radikale produzierenden, Atemstörung fördernden und Kopfweh oder Sehschwäche auslösenden Stoffen waren für mich der Grund genug um ein für alle mal etwas zu ändern. Von einer Stunde zur Nächsten war ich also bekehrt. Gesichtscreme, Duschgel, Body Lotion, Schminkzeug und Co landeten im Müll und ich begab mich auf die Suche nach gesunden Alternativen. Ganz nebenbei bemerkt: wenn euch die Google-Suche zu mühsam ist, es gibt tolle Apps die euch dabei helfen Horror-Inkredentien in Kosmetik aufzuspüren.

Gefunden habe ich schließlich zahlreiche innovative Firmen die Kosmetikartikel vom Feinsten herstellen und das ganz ohne irgendwelche giftigen Zusatzstoffe die kein Mensch aussprechen kann. Der Umstieg war zugegeben gar nicht so einfach. Die Haut muss sich erst daran gewöhnen wieder selbstständig zu arbeiten. Die ersten paar Wochen war sie beispielsweise total trocken und ich hatte ständig das Bedürfnis mich einzucremen. Das ging aber auch vorbei und mittlerweile benötigt meine Haut so gut wie gar kein Kosmetikprodukt mehr um perfekt zu funktionieren und sie war noch nie schöner. Das liegt unter anderem auch an der Ernährung. Tipps dazu findet ihr hier! Wenn ihr mich fragt, der Umstieg hat sich ausgezahlt! Der Gesundheit, dem Hautbild UND der Geldbörse zuliebe!

Während ich mir das ein oder andere Naturkosmetik-Produkt auch heute noch sehr gerne gönne, verwende ich zum Großteil selbstgemachte oder ganz simple Produkte für meine Haut. Eines davon ist beispielsweise Kokosöl – das darf bei mir weder im Küchenschrank noch im Badezimmer fehlen. Ansonsten liebe ich qualitativ hochwertige ätherische Öle als Ersatz zu Parfum und verwende beispielsweise Arganöl als “Gesichtscreme”.

Es gibt auf diesem Gebiet aber noch so viel mehr das man ganz einfach selbst herstellen kann. Erst kürzlich hatte ich das Vergnügen zusammen mit ein paar Blogger-Kolleginnen einen tollen Workshop zu Naturkosmetik zu besuchen. Ich hab so viel gelernt, dass ich aus dem Experimentieren gar nicht mehr rauskomme. Man hört immer, dass man nur Dinge auf der Haut verwenden soll die man im Grunde auch verspeisen könnte. Leuchtet mir ein. Marianne Obauer ist in diesem Bereich eine Expertin und wenn man so will moderne “Kräuterhexe”. Ganz abgesehen davon, dass sie total sympathisch ist, haben wir unglaublich viel von ihr gelernt und sind nach dem Workshop auch noch mit einer Reihe an umweltfreundlichen, gesunden und veganen Kosmetikartikeln nach Hause gegangen.

Als wandelndes Gelsenfutter habe ich mir an diesem Abend einen selbstgemachten Gelsenspray gewünscht. Und den hab ich auch bekommen. Die penetrant stinkenden hardcore Sprays die selbst das noch so kleine Gelschen bereits auf 5 Meter Entfernung betäuben, tu ich mir nämlich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr an. Das Rezept für diese natürliche Version darf ich heute mit euch teilen. Der Spray riecht außerdem so gut, dass ich ihn gleich auch als Parfum verwende. Fazit: ich bin begeistert.

Ihr benötigt:

Hamamelis Wasser (Zaubernuss Hydrolat) – toll für die Haut!

Etwas Alkohol

Äthereische Öle nach Wahl

Ihr mischt rund 200ml Hamamelis Wasser mit 50ml Alkohol (der aus der Apotheke und nicht der Wodka der schon seit Jahren bei euch im Speisekammerl wohnt – just sayin) und dann fügt ihr ätherische Öle nach eurer Wahl bei. Meine Kombination: 10 Tropfen Zitronella, 5 Tropfen Nelke, 5 Tropfen Rosmarin, 5 Tropfen Lemongrass und 5 Tropfen Zitrone – das sind alles bekannte Anti-Gelsen Düfte! Qualitativ hochwertige Öle könnt ihr heutzutage schon im Internet oder Reformhaus eures Vertrauens erwerben! Marianne wird auf ihrer Seite auch bald einen Online-Shop eröffnen. Dort kann man dann auch nach Belieben shoppen.


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Und wenn ihr schon dabei seid, schaut auch gleich hier vorbei und geht sicher, dass ihr eure Schminkutensilien oft genug reinigt. Besser könnt ihr nicht ausgestattet sein um eure Haut so gut es geht zu versorgen!

Für mehr Infos zum Thema Naturkosmetik oder wenn ihr auch so einen super Workshop besuchen wollt, besucht doch die Seite von Marianne Obauer: ROSMARIN & RINGELBLUME

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2 Kommentare

  • Reply
    Martina Stalleicken
    17. August 2015 at 19:51

    Liebe Eva,

    supertolle Seite, vielen Dank!

    Eine Frage zu Zuckeralternativen: was hältst du von Sukrin und Xylit?

    Liebe Grüße Martina

    • Reply
      Eva
      18. August 2015 at 16:21

      Danke dir liebe Martina! :) Sukrin und Xylit verwende ich persönlich eigentlich gar nicht. Xylit und Sukrin (Erythritol) sind grundsätzlich toll – wenn sie bio sind bzw. frei von GMOs sind! Also nicht durch Gentechnik beeinflusst sind. Es sind allerdings Zuckeralkohole und ich vertrage sie aufgrund meiner Fruchtzucker-Unverträglichkeit nicht so gut. Hoffe das hilft dir. :) Alles Liebe.

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