Tipps aus meiner Küche – Chips aus Kohlrabi – Brühe aus Knochen | schräge Kombi

Es gibt ein paar Standards in meiner Küche die ich immer wieder mache und die mir persönlich mein Leben als anders.esser extrem erleichtern. Warum? Weil sie schnell zubereitet, unglaublich einfach sind und viele Nährstoffe liefern. Obwohl diese Tipps so einfach sind, muss man erstmal über sie Bescheid wissen. Und weil so viele von euch sich immer wieder leicht umsetzbare Infos wünschen um gesünder zu essen, teile ich ein paar meiner BASICS und die besten Tipps aus meiner Küche mit euch.

Die perfekte Reisalternative

Nichts gegen Reis ABER so eine Alternative die kohlenhydratarm und gleichzeitig sättigend sowie gesund ist, kann ab und an doch nicht schaden. Blumenkohlreis ist hier mein absoluter Favorit.

Dazu wasche ich den Blumenkohl, zerkleinere ihn und mixe ihn inklusive Stamm (der muss nicht in den Müll) im Mixer bis das Ganze aussieht wie Reis. Besagter Reis wird dann in der Pfanne mit etwas Ghee, Oliven- oder Koksöl leicht angebraten und nach Belieben gewürzt. Meine Lieblings-Gewürzmischung: Paprikapulver, Curry Gewürz, Kurkuma Pulver sowie frischer Rosmarin und ein Schuss Rotwein! Das Ganze kann man als spitzen Beilage reichen oder ein Hauptgericht daraus zaubern indem man beispielsweise etwas biologische Chorizo (spanische Wurst) oder ein paar Süßkartoffelstücke unter den Reis mischt. Tipp: auch mit Brokkoli lässt sich prima Reis machen.

Chips aus Gemüse

Ich war eigentlich noch nie so ein großer Fan von Chips oder salzigen Snacks. Genau deshalb gibt es hier am Blog auch ein Arsenal an süßen Gerichten! Was aber selbst mich überzeugt, sind Gemüsechips. Mein Favorit sind eindeutig Kohlrabi-Chips. Warum? Weil die sonst immer im Müll landen und man so eine einfache und richtig leckere Möglichkeit hat um das Meiste aus dem guten Kohlrabi rauszuholen. Alternativ könnte man auch noch Chips aus Kartoffelschalen machen. Ja, richtig gehört!

Kohlrabi-Blätter Chips

Die Blätter des Kohlrabi von ihren dicken Stängeln befreien, abwaschen, mit einem Tuch abtupfen und auf einem Ofenblech verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln sowie Salz, Nährhefe und Paprikapulver darüber verteilen.

Bei ca. 100° im Ofen backen bis sie knusprig sind – dauert rund 10 Minuten.

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Knochenbrühe 

Klingt makaber – ich weiß. Die Brühe aus Tierknochen (vorausgesetzt sie sind biologischen Ursprungs) ist aber extrem gesund und wahnsinnig einfach in der Zubereitung. Ganz abgesehen vom nachhaltigen Aspekt wenn man wirklich alles vom Tier verwertet. Das hat immerhin sein Leben gelassen. Warum sollte also ein so wertvolles Stück im Müll landen und verschwendet werden.

Ihr habt bestimmt schon davon gehört, dass Hühnersuppe bei jeder Erkältung hilft. Die Aminosäuren im Huhn und in den Knochen können erwiesenermaßen dabei helfen Husten zu lindern. Ganz abgesehen davon, enthält Hühnersuppe oder auch Brühe aus ausschließlich Knochen im Allgemeinen sehr viel Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Silizium sowie Protein, gesundes Fett, Collagen und Keratin. Letztere sind ganz nebenbei bemerkt absolute Superfoods für eine schöne Haut und ein straffes Bindegewebe. Zusätzlich zu all den bereits erwähnten gesundheitlichen Vorteilen von Brühe, kann diese auch noch helfen unseren Darm zu heilen und Entzündungsherde zu reduzieren. Der Darm ist bei vielen von uns in der heutigen Zeit beschädigt oder die darin enthaltenen Bakterien sind nicht unbedingt in Balance. Oft hat das zur Folge, dass auch unser Immunsystem geschwächt ist. Die Brühe aus Tierknochen liefert hierfür zahlreiche Nährstoffe die dabei helfen die Darmwand zu heilen, zu reparieren und verschafft uns obendrein auch einen gehörigen Immun-Boost.

Für mich sind das viele gute Gründe um Knochen zu verkochen! 

Ich kaufe beispielsweise beim Bio-Bauern oder im Bio-Supermarkt gerne Karkassen oder Rinderknochen und koche die dann einige Stunden in meinem Slow Cooker aus. 12 Stunden in etwas soll das Huhn vor sich hin kochen und Rinderknochen kann man getrost 24 Stunden kochen lassen um das Meiste draus zu machen. Meistens bekommt man die Knochen des Tiers beim Fleischer des Vertrauens sogar geschenkt. Wenn nicht, sind sie immer noch spottbillig. Eher selten wird man die Knochen an der Theke finden – nachfragen lohnt sich also! Tipp: vor allem bei den Karkassen des Huhns ist noch eine gewaltige Menge an Fleisch mit dabei. Um dieses verwerten zu können kann man die Karkassen für rund 30 Minuten in heißem Wasser kochen. Das Ganze dann rausnehmen um das Fleisch abzutragen. Anschließend können die Knochen bei niedriger Temperatur im Kochtopf oder im Slow Cooker weiter köcheln. Sollte sich ein Schaum oben bilden (kommt vor allem bei Huhn vor), den einfach abschöpfen und sich nicht weiter irritieren lassen. 

Was genau man für die Brühe braucht?

Knochen, ein paar Karottenstücke, etwas Lauch, Wasser (die Knochen sollen abgedeckt sein und zusätzlich soll noch ein Spielraum von 5cm zur Wasseroberfläche gegeben sein), ein Schuss Apfelessig, 1-2 Lorbeerblätter, ein paar Pfefferkörner. Ab und an gebe ich auch gerne ein paar Nelken hinzu – das ist aber Geschmacksache. Wenn man einen Slow Cooker oder sogenannten Römertopf hat, kann man die Brühe getrost über Nacht köcheln lassen. Alternativ kann man das Ganze auch in einem Topf am Herd zubereiten – niedrige Temperatur vorausgesetzt.

Was macht man mit der Brühe?

Gute Frage! Sie ist eine tolle Basis für Suppen. Heute kennen die meisten von uns nur die Suppenwürfel. Die kann man aber in 90% der Fälle dank Zutaten wie MSG absolut vergessen. Alternativ kann man die Brühe trinken (gar nichts so schlecht und extremst gesund) oder sie auch – und das mache ich meistens –  in kleine Eiswürfelförmchen einfüllen und gefrieren lassen. Wenn ich dann beispielsweise Gemüse in der Pfanne zubereite, werfe ich gern 3-4 Würfelchen dazu und das verpasst dem Ganzen einen tollen Geschmack und ergibt eine richtig gute Sauce.

Ofengemüse oder Gemüse aus der Pfanne

Einfacher gehts nicht. Genau deshalb kommt ein Gericht dieser Art mindestens 3 mal die Woche bei mir auf den Teller. Dazu verwerte ich meist das komplette Gemüse aus dem Kühlschrank: Kohlsprossen, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Paprika, Zucchini, Fenchel, Tomaten etc. Entweder ich pack das Ganze gut gewaschen und zerkleinert in eine Ofenform mit etwas Kokosöl und Paprikapulver und lasse es für rund 20 Minuten brutzeln. Oder ich schmeiße es in eine Pfanne mit Gewürzen, Kräutern, ein paar Brühe-Eiswürferln oder selbstgemachter Gemüsebrühe und etwas Rotwein. Das Ganze köchelt dann rund 15 Minuten vor sich hin bis das Gemüse weich und somit fertig ist. Besagtes Gemüse kann man schließlich mit ein paar Cashewnüssen anrichten, etwas Fisch oder Fleisch untermischen oder auch ein bisschen Kokosmilch dazugeben und oben erwähnten Blumenkohlreis oder auch Quinoa dazu zubereiten. Der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Auch selbst gemachtes Pesto kann den Alltag extrem erleichtern und vor allem gesünder gestalten. Ganz abgesehen davon, passt es nicht nur zur Buchweizen-Pasta sondern schmeckt auch ziemlich gut wenn man es unter warmen Quinoa mischt oder zusammen mit etwas Avocado auf ein paar Scheiben getoastetes Brot packt. Mein Lieblings-Pesto? Da gibt es viele. Karotten-Pesto, Basilikum-Pesto, Pesto aus Karottengrün – die Auswahl ist groß!

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