Vor- und Nachteile von Kaffee

Das Thema Kaffee ist ja eine heikle Sache. Die meisten Menschen lieben ihn. Oftmals ist es aber dann doch mehr eine Hassliebe, oder? Heute will ich euch also ein bisschen was über die Vor- und Nachteile von Kaffee erzählen. Persönlich kann ich dem Zeug ja gar nichts abgewinnen. Ein Malzkaffee als Kind hat mir den Kaffeegeschmack auf Ewig vergrausigt und ich gehöre seither eindeutig zur Kakaofront. Nachdem ich aber immer wieder sehe, was Kaffee vor allem mit dem weiblichen Hormonhaushalt anrichten kann, will ich das Thema auch hier mal angesprochen haben.

Was macht Kaffee mit dem Körper? 

Kaffee beinhaltet Koffein. Und das erhöht die sogenannten Katecholamine in unserem Körper. Das wären unsere Stresshormone. Und sind die mal erhöht, führt das ebenso zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Und der ist eher suboptimal für unsere Gesundheit. Vor allem wenn er dauerhaft erhöht ist. Übrigens ist diese Stressreaktion auch der Grund warum wir morgens nach dem Konsum von Kaffee ziemlich munter sind. Kaffee zu trinken bedeutet aber nunmal auch Stress für den Körper. Und wenn man bedenkt, dass die Meisten von uns vor allem in stressigen Zeiten zu Kaffee greifen … naja man kann sich den Rest ausmalen.

Die Sache ist aber die, trinken wir regelmäßig Kaffee, sind wir resistenter und das liebgewonne Getränk hat nicht mehr eine solch starke Wirkung.

Die Vor- und Nachteile von Kaffee

Es gibt zahlreiche Vor- und Nachteile von Kaffee. Einige davon will ich euch heute vorstellen.

– Ist man bereits gestresst, dann ist Kaffee wohl nicht die richtige Wahl. Auch wenn man ihn bereits regelmäßig trinkt und schon resistenter ist. Ein geringer Effekt auf unser Stresslevel reicht dann oft schon. Und hier stellt sich gleich die Frage: Wer ist heute nicht gestresst?! Vor allem sollte Kaffee nicht das Erste sein das morgens konsumiert wird und schon gar nicht auf leeren Magen getrunken werden – das lässt den Blutzuckerspiegel schon zu Beginn des Tages verrückt spielen und Heißhungerattacken sind vorprogrammiert.

– gehört man zu all jenen Menschen die Kaffee (in der Leber) eher langsam verarbeiten, dann steht der Konsum von Kaffee in Verbindung mit einem höheren Risiko für Bluthochdruck oder Herzerkrankungen. Auf der anderen Seite soll Kaffee bei all jenen die ihn schnell und langsam verarbeiten aber vor Parkinson schützen können. Frauen sollen Kaffee aber grundsätzlich langsamer verarbeiten. Ob man das Getränk langsam oder schnell verarbeitet hängt von unserem Genpool ab.

– Studien zu Folge soll Kaffee die Reaktionsfähigkeit, Erinnerung, Stimmung und generelle kognitive Fähigkeiten verbessern können. Auch soll Kaffee Fett mobilisieren können und vor allem im Sport die Leistung steigern können (Pre-Workout). Wenn dann also vor dem Workouts. Aber niemals nach dem Workout! Sport bedeutet – ähnlich wie Kaffee – ebenso Stress für den Körper. Wenn auch “gesunden” Stress. Dennoch sollten wir die Stresslevel nach dem Sport eher nach unten bekommen und nicht mit Kaffee weiter erhöhen.

– Im Bereich der Hormone und bei Frauen die unter Zysten, Myomen oder Endometriose leiden, kann Kaffee Berichten zu Folge die Erkrankungen verschlimmern. Hormon-Dysbalancen, der Wechsel der Frau oder auch das Ausbleiben der Blutung sind alles Anlässe dafür um Kaffee aus dem Leben zu streichen.

– Kaffee ist ein wertvolles Antioxidans. Kaffee sorgt aber auch dafür, dass uns essentielle Mikronährstoffe entzogen werden. Zu viel Koffein kann auf Dauer zu einem Mangel an Magnesium, B Vitaminen und Eisen führen.

– Zu Viel Kaffee kann ebenso Erkrankungen wie Asthma oder Allergien fördern.

– der Konsum von Kaffee kann zur Sucht werden. Riechen Kaffee Junkies beispielsweise Kaffee und trinken keinen, dann werden sie müde weil der Körper auf Koffein eingestellt ist.

– Kaffee Bohnen werden stark mit Pestiziden behandelt und sind richtig oft von Schimmel befallen. Dieser hat einen absolut negativen Effekt auf unsere Gesundheit – vor allem auf unser Gehirn.

Man sieht … jede Menge Vor- und Nachteile. Insofern liegt es im eigenen Ermessen ob man Kaffee trinken möchte oder nicht. Vor allem aber ist diese Entscheidung abhängig von der individuellen Ausgangssituation. Persönlich würde ich (wenn unbedingt notwendig) immer dazu raten bei einer Tasse pro Tag zu bleiben und IMMER die beste Qualität an Kaffeebohnen zu wählen.

Schon mal von Bulletproof Coffee (BC) gehört? 

Der ist momentan der letzte Schrei. Im Grunde handelt es sich dabei um Kaffee super guter Qualität (frei von Schimmel) der mit ebenso qualitativ hochwertiger Butter und MCT Öl vermischt wird. MCT Öl steht für medium chain triglyceride – Fette die man auch in Kokosöl findet. Trinkt man BC gleich als erstes am Morgen, soll der dabei helfen die Fettreserven anzugreifen, neurologische Fähigkeiten wie die Erinnerungsfähigkeit verbessern und für mehr Fokus sorgen. Und das alles ohne Toxine und Schimmel und ohne die ziemlichen Blutzucker – Höhen und Tiefen (dank der Fette) die sonst von Kaffee verursacht werden. Hinzukommt, dass die enthaltene Butter wertvolle Nährstoffe wie Vitamin A und Vitamin D liefert. Im Grunde wird dadurch die Zeit zwischen Abendessen und Frühstück verlängert und der Hunger dank der Fette im BC unterdrückt ohne den Körper aus der Fastenphase zu holen. Und dieses besagte intermittierende Fasten hat durchaus ihre Vorteile – vor allem für unser Gehirn und auch um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken. Grundsätzlich finde ich ja das klingt alles nicht schlecht – wenn die individuelle Situation davon profitiert. Persönlich empfehle ich den klassischen Kaffeejunkies grundsätzlich immer einen Löffel Butter oder Kokosöl in den Kaffee einzurühren. Immer! Nicht nur am Morgen. Einfach um den Blutzuckerspiegel stabiler zu halten wenn es schon unbedingt Kaffee sein muss. Die Idee hinter BC ist also ideal.

Mein Problem mit Bulletproof Coffee ist aber, dass meist eine komplette Mahlzeit (nämlich das Frühstück) damit ersetzt wird. Und das ist wie ich finde in vielen, vielen individuellen Fällen eher suboptimal. Ein gut gestaltetes Frühstück mit vor allem Proteinen und Fetten liefert wertvolle Nährstoffe die BC nunmal nicht liefert (trotz der Butter) und bereitet unseren Körper optimal auf den Tag vor. Voraussetzung ist hier logischerweise, dass das Frühstück nicht aus Toast und Marmelade oder Fruit Loops besteht.

Vor allem finde ich BC in der heutigen Zeit aber bedenklich weil ein erster Linie so unglaublich viele Frauen unter uns viel zu wenig Kalorien zu sich nehmen und sich ständig in einem Kaloriendefizit befinden. Wird dann auch noch eine ganze Mahlzeit mit einem Kaffeegetränk ersetzt, dann sieht die Sache oft noch magerer aus. Und ein dauerhaftes Defizit bedeutet auch Stress für unseren Körper der davon ausgeht sich in einer Hungersnot zu befinden und das hat dann vor allem einen ziemlichen negativen Effekt auf unseren Hormonhaushalt.

Naja und nachdem Koffein unsere Nebennieren sowieso schon dazu bringt Cortisol (Stresshormon) auszustoßen, ist das noch suboptimaler für unseren Hormonhaushalt. Wir befinden uns dann im klassischen Fight or Flight Modus und all die Stresshormone haben die Reduktion der Sexualhormone zur Folge. Das Ganze läuft über etwas das sich Pregnenolon Diebstahl nennt. Pregnenolon ist sozusagen das Mutterhormon und Vorbote von unter anderem Progesteron und Östrogen. Besagtes Mutterhormon zieht immer den Kürzeren wenn es auf Cortisol trifft. Naja und dann wird durch diesen ständigen Stress auch noch die direkte Kommunikation mit unseren Eierstöcken eingeschränkt. Stresssituationen sind nunmal ungeeignet für die Fortpflanzung. Hormonelle Dysbalancen sind die Folge. #nobueno

Wie immer, kommt es ganz auf die individuelle Situation an. Man muss sich sein eigenes Bild über die Vor- und Nachteile von Kaffee bilden und hierzu die individuelle Situation in Betracht ziehen. Von meiner Seite nur ein paar Anregungen zum Thema. Grundsätzlich meine ich aber, dass echtes und nährstoffreiches Essen dem Kaffee und vor allem einer “Kaffeemahlzeit” vorgezogen werden sollte und wirklich guter Kaffee ein Genussmittel sein darf das man eben nur ab und an mal genießt.

Bildquelle: pexels.com

Das könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Melde dich für den Individualisten Newsletter an!