Was ist in Saison im Oktober?

Monat für Monat stell ich mir die gleiche Frage: Was ist in Saison? Im Oktober ist diese Frage immer wieder ziemlich leicht zu beantworten. Er ist nämlich kaum zu übersehen. Nicht nur wegen seiner Größe oder auch seiner Farbe. Sobald der Herbst und der Oktober vor der Tür stehen, sieht man ihn auf so gut wie jeder Speisekarte, auf jedem Blog und in jeder Zeitschrift: der Kürbis! Während ich auch ein riesiger Fan von dem guten Stück bin, dreht sich in diesem Monat bei mir aber alles um ein zwar gleichfärbiges aber doch ziemlich anderes Gemüse: die Karotte. Auch die stammt aktuell aus dem heimischen Anbau und ich finde sie wird ziemlich oft unterschätzt und tritt vor allem zu dieser Jahreszeit ganz schön in den Hintergrund. Und das obwohl man sie nicht nur roh knabbern und in Muffins verarbeiten kann. Nein, auch als Pesto schmeckt sie lecker. Aber probiert es einfach selbst aus.

Obst aus heimischem Anbau:

Apfel, Birne, Quitte, Hagebutte, Holler, Wassermelone, Zwetschke, Preiselbeeren;

Gemüse aus dem heimischen Anbau: 

Blumenkohl, Bohnen, Bok Choi, Brokkoli, Kürbis, Chili, Fenchel, Tomate, Frühlingszwiebel, Grünkohl, Karotte, Kartoffel, Sellerie, Kohlrabi, Lauch, Mairüben, Rettich, Mangold, Pastinake, Spinat, Petersilienwurzel, Radieschen, Romanesco, Rosenkohl, Rotkohl, Schwarzwurz, Spinat, Spitzkohl, Süßkartoffel, Topinambur, Wirsing, Zuckermais, Zwiebel, Pilze verschiedenster Art …

Obst und Gemüse aus dem nicht zu fernen Ausland …

Marillen, Avocado (Spanien), Granatapfel, Melonen, Himbeeren, Kaki, Nektarine, Pfirsich, Trauben, Artischoke, Aubergine, Paprika, Gurke, Zucchini, Rucola;

Wie immer kommt es auf euren Händler des Vertrauens an. Viele Obst- und Gemüsebauern experimentieren mittlerweile und ich hab sogar schon heimische Physalis gesehen. Meine Empfehlung: einfach nach den Eigenbau-Produkten fragen. 

Und nun zu meinem Favoriten im Oktober: der nährstoffreichen KAROTTE – auch bekannt als Möhre oder Ruebli wie die Schweizer sie liebevoll nennen. Im Übrigen: ich erspare mir die Mühe euch all die hier angeführten Sorten akkurat in die deutschdeutsche, österreichische oder sonstige Sprache bzw. Dialekte zu übersetzen. Erst kürzlich habe ich nämlich erst festgestellt, dass viele Obst- und Gemüsesorten in so ziemlich jedem Gebiet hier in Österreich unterschiedliche Namen und Bezeichnungen haben. So ist hier in Salzburg oder auch Vorarlberg der Blumenkohl auch wirklich der Blumenkohl und wird nicht wie im Rest von Österreich als Karfiol bezeichnet.

Karotten Pesto mit Pasta nach Wahl

2 große Karotten
1 kleines Stück Porree, fein geschnitten
2 EL Olivenöl
1 EL Cashewnüsse
1 EL Apfelessig
2 EL Schnittlauch, vorzugsweise frisch
1 Stück Parmesan – je nach Belieben. Bei mir ist das Stück immer sehr groß.
Salz und Pfeffer

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI, VEGGIE – das Pesto reicht locker für 4 Personen.

Nachdem die Karotten, der Porree und der Schnittlauch gewaschen und zerkleinert sind, kann man das Ganze zusammen mit den restlichen Zutaten in den Pestomixer schmeißen. Das Pesto haltet sich im Kühlschrank locker ein paar Tage. Dazu gebe ich es gerne in ein kleines verschließbares Gefäß und fülle  es mit etwas Olivenöl auf. Persönlich finde ich passt das Pesto super zu Buchweizennudeln. Dazu einfach die Nudeln kochen und anschließend zusammen mit dem Pesto in der Pfanne anbraten bis die Nudeln  schön knusprig sind. Auch auf einem mehrfach getoastetem (so ist es schön knusprig) Buchweizenbrot schmeckt das Karotten-Gemisch super.

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