Was ist in Saison? PILZE …

Spät aber doch komm ich endlich dazu diesen Beitrag hier mit euch zu teilen. Es geht wieder mal um all die schönen Obst- und Gemüsesorten die derzeit in Saison sind. Was ist in Saison im Jänner? Pilze oder “Schwammerl” wie ich sie liebevoll nenne. Es gibt zahlreiche verschiedene Pilzarten (über 100.000 um genau zu sein) und im Grunde stehen uns viele davon das ganze Jahr über zur Verfügung. Doch weil gerade der Jänner nicht wirklich viel Spektakuläres zu bieten hat, lohnt es sich verstärkt einen Blick auf die kleinen aber feinen Fungi zu werden.

 Pilze haben einen solch hohen Stellenwert in der Natur, dass sie ein eigenes Königreich sind. 

Pilze enthalten im Gegensatz zu Grünzeug wie Spinat kein Chlorophyll. Im Grunde sind sie auch nicht wirklich Pflanzen sondern eher eine Mischung aus Tier und Pflanze. Interessant oder? Sie sind Organismen welche Sauerstoff wie wir Menschen aufnehmen, gleichzeitig aber wie auch andere Pflanzen sesshaft sind. Sie haben eine Zellwand die aber nicht wie bei den Pflanzen aus Cellulose besteht sondern viel mehr aus Chitin – auch zu finden im Panzer von Insekten. Pilze nehmen die Nährstoffe von toten und verwesenden Pflanzen oder Insekten auf und genau das macht sie so nährstoffreich. Wichtig ist es also auf jeden Fall auf die Qualität der Pilze zu achten. Sie absorbieren gute sowie schlechte Inhaltsstoffe wie Schwermetalle aus ihrer Umgebung und dem Umfeld in dem sie wachsen. Genau deshalb ist es essentiell auf die biologische und/oder qualitativ hochwertige Herkunft zu achten um so die nährstoffreichsten Schwammerl zu konsumieren. Pilze wachsen im Übrigen hauptsächlich unter der Erde oder auf Holz. Das was bei uns schließlich am Teller landet ist nur ein minimaler Teil des Ganzen. Ihre Wurzeln werden als Myzel bezeichnet und das schlängelt sich unterirdisch um Bäume, nimmt so den davon produzierten Zucker auf und versorgt den Baum im Gegenzug wieder mit Nährstoffen. Ziemlich sensationell! Genau deshalb soll man ja auch wenn man im Wald “Schwammerl” suchen geht die Pilze vorsichtig pflücken und nicht ausreißen. Sollen ja schließlich wieder welche nachkommen. Übrigens sollte man sich hierfür auch halbwegs auskennen. Es gibt immerhin auch viele tödliche Pilze.

Champignons

Erst rund 10% der verschiedensten Pilzarten wurden bisher erforscht. Stellt sich raus, die kleinen Dinger die genauer unter die Lupe genommen wurden – sofern nicht giftig – haben zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Sie enthalten sehr viel Protein, wirken sich positiv auf unser Cholesterin Level aus und haben einen stark sättigenden Effekt. Außerdem sind sie sensationelle Eisen-, Selen-, Kupfer- sowie Kalziumlieferanten. Sie unterstützen die Funktion unserer Leber, könnten Studien zu Folge sogar einen heilenden Einfluss auf Tumore und Krebs haben und liefern uns Vitamin D sowie B Vitamine. Vitamin D fehlt uns in der dunklen Jahreszeit oft und wird vorwiegend in tierischen Produkten gefunden. Pilze sind hier also eine willkommene Abwechslung. Weiters schützen uns Pilze vor freien Radikalen und haben einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem. Außerdem enthalten Pilze natürliches Insulin und Enzyme die uns dabei helfen Zucker und Stärke in unserem Essen zu verdauen. Was will man mehr?

Übrigens wurden Pilze bereits in der Antike nicht nur konsumiert sondern auch als Heilmittel verwendet. Heute gibt es sogar eine eigene Pilzheilkunde die vor allem in Asien bekannt ist und im Bereich der TCM angewandt wird.

Aber gut, nun zum eigentlichen Pilz des Monats: dem Champignon. Der ist sicherlich der Pilz unter den Pilzen der am bekanntesten ist. Er hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern enthält zahlreiche Vitamine sowie auch Natrium und Kalium. Ob Gicht, hoher Blutdruck oder Blutzucker – in allen Fällen lohnt es sich den Pilz zu konsumieren. Der Champignon soll außerdem die Milchproduktion bei Schwangeren erhöhen und eine krebshemmende Wirkung haben. Champignon Extrakt soll lt. einer Studie das Wachstum von bösartigen Tumoren um 90% verringert haben. 2 bis 3 x die Woche sollte man mindestens 100g Pilze essen wenn man den vorbeugenden Effekt erzielen will. Dieses Rezept hier könnte dabei schonmal behilflich sein und eignet sich als Hauptspeise, als Snack und ich kann es mir auch gut in der Lunchbox von den Kids vorstellen.

Pilzbällchen

Zutaten:

1 mittelgroße Süßkartoffel

1 Jungzwiebel

1 Knoblauchzehe, gepresst

rund 10 mittelgroße Champignions

Rosmarin

1 EL Ghee

etwas Gemüsebrühe

1 Handvoll geriebener Parmesan
1 EL Buchweizen Mehl (ggf. etwas mehr wenn der Teig mehr Griffigkeit benötigt)

Sesam

ZUCKERFREI, GLUTENFREI, LAKTOSEFREI (mehr zu Parmesan hier), VEGETARISCH – ergibt rund 7 Bällchen (je nach Größe).

Die Süßkartoffel schälen und in kleine Stücke schneiden. Jungzwiebel, Knoblauch sowie Champignons ebenso in kleine Stücke schneiden und alles zusammen in eine Pfanne füllen. Etwas Ghee, Rosmarin und einen Schuss Gemüsebrühe hinzufügen. Deckel drauf und solange köcheln lassen bis das Wasser verdunstet ist und die Kartoffeln weich sind. Das dauert rund 10 Minuten. Anschließend das Gemüsegemisch gut miteinander vermischen und in einem Pesto Mixer zu einer dickeren Masse vermixen. Bevor der Parmesan und das Mehl hinzugegeben werden, leicht auskühlen lassen. Wenn alle Zutaten dabei sind, kleine Bällchen formen und im Backrohr für rund 15 Minuten backen bis sie leicht bräunlich sind. Bevor man sie verschlingt, noch etwas auskühlen lassen (der Parmesan ist sonst zu flüssig) und in etwas geröstetem Sesam rollen.

Als Snack oder Mittagessen bietet es sich an die Bällchen in ein mit etwas Tomatensauce gefülltes Salatblatt zu rollen und sie so zu konsumieren. Alternativ könnte man daraus “Fleischbällchen” machen und sie mit Pasta und etwas Tomatensauce reichen. #easypeasy

Was ist sonst so in Saison?

GEMÜSE: Grünkohl, Schwarzwurzel, Wildbrokkoli, Vogerl- oder auch Feldsalat und eben Pilze wie Champignons, Shiitake oder Samtfußrübling.

OBST: niente – kein Sorge der Sommer kommt auch wieder.

OBST & GEMÜSE aus dem nicht allzu weit entfernten Ausland: Apfel, Avocado (Spanien), Mandarine, Granatapfel, Kaki, Orange, Sellerie, Porree, Rettich, Bastiane, Petersilienwurzel, Kohlsprossen, Rote Bete, Topinambur, Chicorée, Kohl, Löwenzahn …

Tipp: Grünkohl eignet sich hervorragend für selbstgemachte Chips

 Pilzbaellchen

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